Archiv für den Monat: April 2007

Stars & Heilige

Casting-Shows wie „Deutschland sucht den Superstar“ (DSDS) sind derzeit das TV-Erfolgsformat Nummer eins: Sie bringen Millionen von Menschen dazu wertvolle Stunden ihrer Lebenszeit vor dem Fernseher zu verbringen, dafür gar eine Vielzahl von Werbeblöcken über sich ergehen zu lassen. Offenbar befriedigt dieses Format ein altes menschliches Bedürfnis: an einer „Lichtgestalt“ Maß nehmen für das eigene Leben! Darin liegt eine gewisse Entsprechung zu früheren, prämedialen Formen der Identifikation mit besonderen Menschen – der Verehrung von Heiligen. Doch sind die von den Medienprofis inszenierten
und von der Masse bejubelten neuen Vorbilder tatsächlich wertvolle Referenzgestalten für
die eigene Lebensorientierung? Helfen sie uns tatsächlich zur Vertiefung unserer Biographie? Können wir an ihnen wachsen so wie an den Heiligen, die ihr Leben in der Nachfolge Jesu verstanden haben?

Um Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen neuen und alten Lichtgestalten ging es in einer Veranstaltung in der Katholischen Akademie, zu der alle Schüler der Profiloberstufe
geladen waren. Angestoßen durch einige filmische Ausschnitte aus Casting-Shows diskutierten das Thema mit den Schülern in Kleingruppen (Religionskurse) sowie auf dem Podium die Schauspielerin Souzan Alavi, die Direktorin der Stage School Hamburg Kim Moke, die Studienleiterin der Katholischen Akademie Dr. Veronika Schloer, der medienerfahrene Kapuzinermönch Bruder Paulus Terwitte sowie der Kirchenhistoriker Prof. Dr. Dr. Hubertus Lutterbach, der auch einen Input-Vortrag über „Heilige Menschen“ beisteuerte.

Zwar gab es keine eigentlichen Kontroversen und hitzigen Debatten, aber die unterschiedlich akzentuierten Zugänge der Gäste über die eigene Erfahrung im Showgeschäft oder aber die wissenschaftliche Beschäftigung mit der vormodernen und zeitgenössischen Heiligenverehrung waren ein einladender Impuls der Frage nach der eigenen Identität und den Vorbildern für die eigene Lebensorientierung neu bzw. vertiefend nachzugehen.

Jürgen Brinkmann

iThemba aus Südafrika an der SAS

aee09aaa54b2b4e1d95eabd083cb081cAm 24. April 2007 war Südafrika ganz nah für die 12. Klassenstufe. Das siebenköpfige Team “iThemba”, dessen Name Hoffnung bedeutet, zog die Schülerinnen und Schüler durch eine Mischung aus Tanz, Musik, Drama und Bewegung in seinen Bann. Im Rahmen der Jugendveranstaltung “JesusHouse” unter der Schirmherrschaft von Hamburgs Bischöfin Maria Jepsen ist iThemba nach Hamburg gekommen, um Jugendliche zu aktuellen Themen, wie Rassismus, Gewalt oder AIDS, an Hand der afrikanischen Geschichte aufzuklären und sie in die Fischauktionshalle einzuladen.

M. Stumper | kk

FranceMobil

46e59357bce83d7606835817af6208abDie 9. Klassen der Sankt-Ansgar-Schule stehen vor der Wahl: Französisch oder verstärkte Naturwissenschaften in Klasse 10. Da Französisch an der SAS ‘nur’ als vierte Fremdsprache gewählt werden kann, versuchen wir Französischlehrer auf besondere Weise, die Schüler zur Wahl dieser schönen Sprache zu motivieren. So fuhr am 24. April das kleine bunte FranceMobil auf unseren Schulhof und Marie Wenner gab in allen vier 9. Klassen eine Darbietung auf Französisch: Ohne ein Wort deutsch zu benutzen lernten die Schüler in spielerischer Weise das französische Alphabet kennen, die kulinarischen Spezialitäten Frankreichs und Länder und Musik (in Auswahl) der Francophonie, d.h. der 53 Länder weltweit, in denen Französisch (wenigstens als Zweitsprache) gesprochen wird. Die Schüler hatten Spaß daran und bekamen zu Schluss eine Broschüre überreicht, die viele Gründe nennt, warum es sinnvoll ist, sich für Französisch zu entscheiden.
M. Steinig | knud kamphues