Archiv für den Monat: Juni 2007

Wir wären alle gerne UNSCHULDig

Am Freitag, den 15. Juni 2007, und Samstag, den 16. Juni 2007, inszenierte der DSP-Kurs des 4. Semesters unter der Leitung von Herrn Thomas Brauer das Stück Unschuld von Dea Loher. Gescheiterte Existenzen äußerten ihre Sehnsucht nach Unschuld und der Freiheit, sich von ihrem schicksalhaften Leben loszulösen. Von dieser Hoffnung getrieben, versuchten Elisio und Fadoul, gespielt von Kamil Bembnista und Francesco Mio, als zwei illegale schwarze Immigranten ihr Glück. Obgleich sie beide Zeugen wurden, wie sich eine Frau ins Wasser gehend das Leben nahm, wussten sie unterschiedlich mit dieser Situation umzugehen. Während Fadoul mit Sprüchen wie „Sch*** auf Freiheit, ich will Sand“ das Publikum auch in ernsten Situationen zum Lachen brachte, agierte Elisio emotional. Besonders bewegend war die Leistung von Kamil Bembnista in einer Szene mit der Darstellerin Anita Grzes, die eine junge blinde Frau namens Absolut äußerst glaubwürdig präsentierte und somit die Zuschauer verzauberte. „Ich will, dass die Spiegel aufhören!“ So lautete einer der prägnantesten Sätze, den der junge Abiturient zum ergreifendsten Moment des Abends hervorbrachte.
Mit Bedauern mussten selbst Bu und Ba, zwei Clowns, gespielt von Tram Nguyen und Lukas Studzinski, im Laufe der Zeit feststellen, dass die Welt gemein ist. Allerdings sorgten sie mit Hilfe einer rosa Brille für Erheiterung unter anderem nach dem Amoklauf und dem Selbstmord der siamesischen Zwillinge. Publikumsliebling war die humorvolle Frau Zucker (Sophia Tillmann), die ihren Schmerz über den Verlust ihres Beines infolge der Diabetes mit Sarkasmus und Geschichten wie „Wenn ich ein Tankwart wäre…“ verarbeitete.
Diese und die übrigen Schauspieler standen unter der Obhut von Spielleiter Thomas Brauer, der seinerseits eine Meisterleistung vollbrachte. Wenngleich seine Bühnenauftritte nach den Aufführungen von kurzer Dauer waren, imponierte er seiner Gruppe sowie dem Publikum durch seinen Einfallsreichtum. So war dank seiner Kreativität der roten Bühne mit den vier vom Zentrum ausgehenden Strahlen eine Note passend zum Stück verliehen worden. Durch die musikalische Untermalung setzte er Akzente. Gewiss hat ihr Klang dazu beigetragen, dass dem Publikum zwei facettenreiche Abende mit brutalen, zärtlichen, traurigen und belustigenden Augenblicken in Erinnerung bleiben.

Weronika Kurowski/kk28.6.07

Altschülertreffen 25 Jahre Abitur

Am Samstag, den 23.6.07 ab 15.00 Uhr trafen sich 17 Abiturienten des Abijahrgangs 1982 in der Sankt Ansgar Schule. Besonders interessierte natürlich, ob die Lehrer von damals heute noch unterrichten und wie sich die Räumlichkeiten der Schule inzwischen verändert haben. Nach einem ausführlichen Rundgang durch die Schule wurden dann in der Pausenhalle bei einem kleinen Imbiss Erinnerungen an die schöne Schulzeit ausgetauscht und man versprach, sich wiederzutreffen.

K.R./Foto: Lenzen

What’s behind that curtain

Eine Parabel über den Zwang zum ständigen Glücklichsein.
Eine bitterböse Zukunftsvision: Wer durch Nachdenken, Traurigkeit, Einsamkeit, Ängste, Zorn oder Fragen auffällt und stört, kommt ins Heilheim Heiterkeit. Dort passen skurrile Ärzte auf, dass niemand aus der Reihe tanzt auf dem Weg zur vollkommene Glückseligkeit. Mit Glückshormonspray, ausgiebigem Fernsehkonsum, albernem Tanzen und Fitnesstraining werden die Patienten genormt. Einzelne Widerständler werden mit Gewalt zurück in die Herde gezwungen.
Der DSP-Kurs des 2. Semesters von Th. Brauer wird in einem bunten Reigen aus selbsterarbeiteten Videofilmen, theatralen Rückblenden und dramatischen Bühnenereignissen einen spannenden und unterhaltsamen Theaterabend anzubieten haben.Freitag, d. 29. 06. 2007 um 19.30 Uhr in der Pausenhalle der SAS;
Eintritt: Schüler 3€;Erwachsene 5€
Dauer der Aufführung: ca. 90 Minuten.