Archiv für den Monat: November 2007

Jesuitenschulen im Erfahrungsaustausch

1274368b2029019afb62c43651dd80c2Vom 31. Oktober bis zum 3. November fand das diesjährige Treffen der Rektoren und Direktoren der jesuitisch geleiteten bzw. geprägten Schulen am Aloisius-Kolleg in Bad Godesberg statt. Vertreten waren wie im Jahr zuvor in Wien die drei Schulen in Trägerschaft der Gesellschaft Jesu: das Canisius-Kolleg (Berlin), das Kolleg St. Blasien (Schwarzwald), das gastgebende Aloisius-Kolleg sowie die Schulen mit jesuitischer Prägung: das St. Benno Gymnasium (Dresden), das Mauritius Gymnasium (Büren), das Kolleg Kalksburg (Wien), das Aloisianum (Linz), das Niels Steensens Gymnasium (Kopenhagen), das Fenyi Gyula Jezsuita Gimnazium (Miskolc) sowie die Sankt-Ansgar-Schule.

In vertraut-familiärer Atmosphäre fand ein anregender Austausch von Erfahrungen und Entwicklungen an den einzelnen Schulen statt. Obwohl alle Schulen dem Ansatz der Ignatianischen Pädagogik folgen, ist es doch immer wieder erstaunlich, Parallelen und Schnittmengen in Entwicklungen und Bewertungen zu erfahren. Ein Hauptthema der diesjährigen Tagung war das Thema der Möglichkeit und ggf. Notwendigkeit eines kritisch-reflektierenden Blickes der an Schule Beteiligten auf die eigene Schule.

Auf dem Foto sind neben Herrn Stolze zu sehen: Herr Stücke (Mauritius Gy.), Herr Schmidle (St. Blasien), Magister Dobes (Kolleg Kalksburg), Magister Hödl (Aloisianum)

Stz.

Model United Nations in Athen

55f6314c03638a54fd25dd5040f21e43Als Generalsekretärin der SAS Model United Nations (MUN d.i. eine Simulation der Vereinten Nationen für Jugendliche) hatte ich im Oktober im Jahre 2007 wieder die Chance an der MUN der Deutschen Schule Athen (DSA)teilzunehmen. Dort konnte ich meine Kenntnisse erweitern und ausbauen. Als “Delegierte Tunesiens” standen mir einige Aufgaben zu, die mir zunächst sehr schwer erschienen. Da es bei den MUN darum geht die Meinung eines Landes zu vertreten, kann es oft vorkommen, dass man nicht gerade die gleiche Meinung hat: Die Todesstrafe ist im Gesetz Tunesiens verankert, jedoch seit mehr als 10 Jahren nicht mehr angewendet worden. Während des Lobbyings stellte sich heraus, dass ich nicht die Einzige war, die diese Meinung vertreten musste. Daraufhin fertigte ich eine Resolution mit der Delegierten Afghanistans an, die wir der Human Rights Commission präsentierten. Formell dürfen dann zwei Delegierte für die Resolution sprechen und zwei dagegen. So machte ich den ersten Schritt und forderte die Human Rights Commission auf für diese Resolution zu stimmen. Unglücklicherweise stellte sich am Ende der Debatte folgendes heraus: The resolution has failed. Das war für uns definitiv kein erfreulicher Satz. Die “DSA-MUN” war eine gute Gelegenheit die Diplomatie, mit der gearbeitet wird, besser kennenzulernen und sie anzuwenden. Das freie Sprechen vor einem großen Publikum ist sehr gut geeignet, um einerseits seine Redekenntnisse zu stärken, aber auch um sein Englisch zu verbessern. Als Generalsekretärin der “SAS-MUN” würde ich jedem Schüler der SAS raten diese Chance wahrzunehmen, da es nicht nur Spaß macht, obwohl es oft auch sehr anstrengend ist, sondern einem auch hilft viel Neues kennenzulernen und neue Freunde aus der ganzen Welt zu gewinnen.
Mein besonderer Dank geht an Frau Dr. Meyer zu Natrup, die mich auf diese Sitzung vorbereitet hat. Ein sehr großer Dank geht an den Förderverein der SAS, ohne den die Fahrten nach Athen im letzten und in diesem Jahr nicht hätten stattfinden können. Zu guter Letzt möchte ich auch der Schulleitung danken, welche versucht jeden Schüler zu unterstützen.

Evangelia Fassoula

Thomas Mann “Buddenbrooks”

6e46ebb6e67e6491f12e76215b4f7838Am Donnerstag, den 22. November, lud der Deutsch-Leistungskurs des 3. Semesters der SAS, unter der Leitung von Helge F. Sturm, zu einem literarischen Themenabend zum Thema: Thomas Manns “Buddenbrooks” ein.
Es wurde eine durch verschiedene Genres vermittelte Zeitreise in das Lübeck des neunzehnten Jahrhunderts. So begann es nach kurzer Anmoderation mit kleinen Spielszenen, die den Aufstieg und Verfall der Buddenbrooks skizzierten. Das Intermezzo bildete die Einführung in den Stammbaum der Senatorenfamilie. Höhepunkt und Katharsis zugleich war die sehr beeindruckende Vorlesung ausgewählter Szenen und die Vorführung ihrer filmischen Umsetzung aus den fünfziger Jahren. Den Abend beschloss ein humoristisches Essay über die These vom fehlenden Sippendenken á la Kennedys in unserer Zeit.
Insgesamt zeigte der Leistungskurs Deutsch, der die Auswahl der Texte und die Dramaturgie des Abends selbständig erarbeitet hatte, sehr viel Engagement, Kompetenz und Verständnis sowohl für das Thema, als auch für dessen Umsetzung zu einem Literarischen Café. Für die kongeniale musikalische Umrahmung sorgte Ben Esser.
Dem Kurs sei an dieser Stelle noch einmal für ein gelungenes Programm gedankt.

FJF KK