Archiv für den Monat: Februar 2008

In zwölf Wochen zum Millionär

4bf35627ef5de0d5f55cdcd83297eb28-1Zinssätze, Personalaufwand, Dispositionskredite…: Begriffe, die mittlerweile für den GmK Grundkurs von Frau Dr. Meyer zu Natrup zum Alltag geworden sind. Von Ende November letzten Jahres an vertreten vier Teams die Sankt-Ansgar-Schule im Planspiel des Bundesverbandes Deutscher Banken. Über sechs Geschäftsjahre hinweg, die im Spiel jeweils eine Woche dauern, müssen Entscheidungen über Zinssätze, Verwaltungskosten, Werbung, etc. getroffen werden. Hierbei soll ein Gewinnmaximum angestrebt werden. Die jeweiligen Marktsieger aus 20 Märkten ziehen dann Mitte April ins Finale ein und kämpfen um attraktive Geldpreise, die dem Kurs zugute kommen. Innerhalb des Erstsemesterthemas unseres Grundkurses „Wirtschaft“ können wir in diesem Spiel unser Wissen erweitern und anwenden. Tipps und Tricks bekamen wir von zwei Bankern, die uns während des Unterrichts über das Bankenwesen und die Aktienmärkte aufklärten. Außerdem konnten den beiden Bankern gezielt Fragen gestellt werden. Komplizierte Zusammenhänge wie z.b. Gewinn- und Verlustrechnungen konnten wir so erst richtig erfassen. Auch wenn nur die drei besten Teams attraktive Geldpreise gewinnen können, gibt es keine Verlierer, denn jeder hat doch irgendwo an Wissen und besonders an Einblick in die reale Welt des Geldes gewonnen. Mit großer Spannung warten wir auf die Ergebnisse der Vorrunde und hoffen auf den Gewinn.

Nicole K., Jessica R. und Paul N., 2.Sem.

Zur politischen Lage im Nahen Osten

2f225a470854db75abc3d79ca420bb4dUnterrichtsfrei, ausschlafen, keine Schule – So sahen die Schüler des 2.Semesters dem Elternsprechtag Ende letzter Woche entgegen.

Doch dann kam alles ganz anders: um 8:20 Uhr sollte ein Vortrag Dr. Johannes Gersters über Israel stattfinden, bei dem natürlich Anwesenheitspflicht herrschte. Allerdings begann die ganze Veranstaltung dann erst einmal mit einem Film über die Geschichte Israels. Nach einer Menge Informationen über die oft grausame Geschichte und die anhaltenden aktuellen Konflikte in diesem Gebiet hatten wir eine Wissensbasis, um dem Vortrag Dr. Gersters zu folgen.

Dr. Johannes Gerster ist seit 1999 Repräsentant der Konrad-Adenauer-Stiftung in Israel und engagiert sich in der Deutsch-Israelischen Gesellschaft. Mit gemeinsamen Projekten versucht er Palästinenser und Israelis zum Dialog zu bringen.

Mit viel Witz, aber auch dem nötigen Ernst schilderte er uns seine Erfahrungen, die er in diesem nicht ganz ungefährlichen Land gemacht hat. Er sprach von dem geplanten Sicherheitszaun, den israelischen Siedlungen im Palästinensergebiet, dem von Generation zu Generation vererbten Rassenhass, Terror und dem ewigen Streit um Jerusalem.

Wen die Darlegung dieses ausweglos scheinenden Konflikts nicht fesselte, bewahrte Herr Dr. Gerster mit traurigen und erschreckenden Erfahrungen des Terrors vor dem Wegnicken. Als wir dann die Chance bekamen selbst Fragen zu stellen, wurde die Frage, die wahrscheinlich die meisten von uns in diesem Moment beschäftigte, gestellt: „Gibt es überhaupt Hoffnung auf eine Lösung dieses Konfliktes?“ Es gäbe sogar zwei Herangehensweisen, um den Konflikt zu entschärfen, erwiderte Herr Dr. Gerster zuversichtlich. Eine wäre, dies mit dem Aufbau der Wirtschaft, unterstützt von westlichen Kräften, zu erreichen. Denn immerhin beträgt die Arbeitslosenquote in palästinensischen Gebieten ca. 40 %. So könnte mit Wirtschaftshilfe die skeptische Haltung der Palästinenser dem Westen gegenüber gebrochen werden.

Eine andere Herangehensweise wäre es, den Dialog zu suchen und mit Hilfe von Projekten, wie sie Dr. Gerster durchführt, Israelis und Palästinenser an einen Tisch zu holen.

Als die Veranstaltung dann so gegen 12 Uhr zu Ende war, bereuten es wahrscheinlich die wenigsten, dass sie diesem Tag nicht ausgeschlafen konnten. Vor allem für die Teilnehmer der Studienreise nach Israel, die diesen Herbst stattfindet, war es eine einmalige Gelegenheit etwas über die Situation in Israel zu erfahren.

Zine Homburger | Knud Kamphues

Aktion zur Fastenzeit an der SAS

8fdc89e7b5cb5375806af3c548751603Der Legende nach begegnete der Apostel Petrus auf seiner Flucht aus Rom Christus und fragte ihn „Quo vadis, Domine?“ („Wohin gehst du, Herr?“) und erhielt zur Antwort „Venio Romam iterum crucifigi.“ („Nach Rom, um mich erneut kreuzigen zu lassen“). Daraufhin kehrte Petrus um, wurde in Rom gefangen genommen und gekreuzigt.

So konsequent wird wohl niemand von uns den Ruf nach Umkehr in der vorösterlichen Bußzeit vernehmen und realisieren. Dennoch sind wir als Christen aufgerufen über die Ausrichtung unseres Lebens nachzudenken und – wenn nötig – Kursänderungen vorzunehmen.

Die Schüler sind aufgerufen, im Rahmen des Religionsunterrichtes (bzw. zu Hause) persönliche Antworten zur Frage „Quo vadis?“ zu finden und diese auf postkartengroßen Blättern zu formulieren oder zeichnerisch auszudrücken. Die Antworten sollten in den Klassen- bzw. Kursräumen sichtbar gemacht und/oder in Auswahl mir zum Laminieren und Veröffentlichen eingereicht werden. Die zur Veröffentlichung freigegebenen Antworten sollten Angaben zu „Name“ und „Klasse“ enthalten.

In das Thema der Fastenzeit wurde am Aschermittwoch im Rahmen von Wortgottesdiensten mit Austeilung des Aschekreuzes eingeführt. In der letzten Woche vor den Frühjahrsferien (in diesem Jahr zugleich Osterferien) erhalten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit zur Beichte.

Jürgen Brinkmann, Beauftragter für die Seelsorge an der SAS | Knud Kamphues