Archiv für den Monat: Juni 2008

Entlassungsfeier der Abiturientia

87c04acebc108160147389204d5e05ddMit einem feierlichen Abschlußgottesdienst begann heute Abend die diesjährige Verleihung der Abiturzeugnisse. Die alte abrahamitische Frage “Wohin führst du mich?” wurde von Pater Hagenkord ins Neudeutsche übersetzt: “Navi gesucht!”.
Wie Abraham, Mose, Jona, Jesus und Paulus seien die Abiturienten weiter auf dem Weg und es gelte den richtigen Navigator und dessen Software zu wählen, aber auch manchmal diesen abzuschalten, um den Weg wirklich wahrzunehmen.
Das anschließende Buffett leitete zur formellen und ebenso feierlichen Zeugnisverleihung über.

Wir wünschen den neuen Abiturienten auf ihrem Weg Kraft, Geduld und Gottes Segen.

FJF | kk 26.06.08 

Vom unzweifelhaften Nutzen heimischer Feuchtgebiete

76a8739ce23257228331a0e7b8cb9bfeEin belebender Kollegiumsausflug an den Schaalsee vermittelt erstaunliche Einsichten
Zarrentin, Montag, d. 30.6.08. Angesichts des Medien-Hypes um nachhaltigen Naturschutz und gewisse Feuchtgebiete kann es nicht schaden, im Rahmen des alljährlichen Kollegiumsausflugs der Sankt-Ansgar-Schule ein wenig schulinterne Lehrerfortbildung zu treiben, müssen sich die beiden Organisatorinnen, Frau Jörgens und Frau Verbeet, gedacht haben. Tatsächlich entpuppte sich die Busreise nach Zarrentin am Schaalsee nicht bloß als rundum bildend, sondern als nachhaltig unterhalt- und erholsam. Schon die Besichtigung der eindrucksvollen, in Teilen über 800 Jahre alten Kirche des Zisterzienserinnenklosters lieferte erste Erklärungsansätze für die Herkunft des Ortsnamens. Zarrentin kommt vom slawischen ‚Zarnethin’, vermutlich ‚Ort des Bösen’! Die beiden großen Apsisbilder, aufschlussreich erläutert vom Pfarrer der Gemeinde, behandeln die Geschichte von Kain und Abel, die ja nicht gerade ein Ruhmesblatt frühgeschichtlicher Bruderliebe ist.
Wir wissen nicht, ob die reichhaltige kollegiale Kommunikation während des anschließenden Spaziergangs am glühend besonnten Schaalsee weitere Indizien für die kriminelle Vergangenheit des Ortsnamens zutage fördern konnte, sicher ist, dass die dann folgende Führung durch das Pahlhuus und ein Flachmoor des Biosphärenreservats Schaalsee, die einem äußerst schmackhaften Maränenmahl im Hof des zauberhaften Brückenhauses auf der Stintenburg-Insel voranging, weitere erstaunliche Einsichten vermittelte. Herr Schömer, ein in Fragen der heimischen Flora und Fauna beeindruckend gebildeter, ehemaliger Forstarbeiter verstand es nicht nur, sich der (grundlos!) befürchteten Besserwisserei von vier Dutzend Gymnasiallehrern zu erwehren, sondern diese königlich zu unterhalten. So erfuhr man, was eine Maräne ist, „dieser Fisch, der nach nichts aussieht“. Man hörte, dass Gänse ganze Felder zertrampeln können und Bauern dann Ausgleichszahlungen erhielten, „denn hier iss ja nüscht“. Man entdeckte – vielleicht – den Wasserschlauch („wenn man’s weiß und genau hinguckt, sieht man ihn auch“) und das Sumpfblutauge („Da iss nix dran zu gucken. Das soll auch blühen, aber voriges Jahr hat’s nicht getan“) und auf dumme Fragen – Ist das giftig? – gab es weise Antworten: „Einmal kann man alles essen“. Man erfuhr, nicht allzu weit vom Vereinshaus des TSV Empor Zarrentin entfernt, dass die Mückenfledermaus noch kleiner als die Zwergfledermaus ist („da Sie ja alle Spezialisten sind“) und wie eine wenigblättrige Sumpfsimse aussieht („ich hab’ drei Tage gebraucht, bis ich den Namen aussprechen konnte“) und vieles mehr. Für alle Schüler mit einer Bio-Phobie wäre Herr Schömer ein Glücksfall! Das war er auch für die literarisch interessierten Kollegen, die sich schon am Anfang seines Vortrages eines Lächelns nicht erwehren konnten, als er feststellte, dass nicht bloß der Kranich Feuchtgebiete liebt, denn „die braucht man ja für alles Mögliche“.

ag

Loyola High Spirits

170feefce0d5d96f442969a5ba4b0256Ansgar-Schule nicht nur in das Leben privaten Jungenschule, sondern in die US-amerikanische Zivilisation und Kultur, besonders aber in die Kaliforniens einführt.
Alle 13 LHS-Schüler hatten den Flug gut überstanden und waren ‚in high spirits’, ebenso wie der Leiter der Gruppe, Dave McClave. In den kommenden drei Wochen stehen nun die Teilnahme am schulischen Leben und die Erkundung der schönen, grünen Stadt Hamburg an.

ag