Neubau nochmal neu – was kann ein Lifting einem BiVi bringen?

be350ae6a4d488589b67457b85b4153bVier Gebäudegenerationen umstehen unseren Schulhof und pokern um die Zuneigung der Ansgarschüler. Bisher schien der Sieger ausgemacht, doch jetzt mischen ans Licht der Öffentlichkeit geratene Baupläne die Karten neu:
Alle lieben den Altbau (*1953): hinter seinem altehrwürdigen Charme aus Backstein birgt er eine Menge von Innovationen. Als zentrales Gebäude der SAS ist er seit Jahrzehnten sehr angesehen. Im andächtigen Ansgarhaus, inzwischen immerhin ein “Ü29″ (*1977), herrscht eine Harmonie von Körper (Sporthalle), Geist (Bibliothek) und Seele (Kapelle+Schulseelsorge). Dagegen fing der spätpubertierende Pavillon (* 1981)neuerdings an zu rebllieren und entfaltete durch die coole Einrichtung im Ruheraum seinen eigenen Stil. Währenddessen erlebte der Neubau (*1971, BIs VIerzig…) mitten in der Midlife Crisis einen Mangel an Aufmerksamkeit – trotz des teuren Fenster-Make-ups -, weshalb das wegen der Kantine und des Hausmeisterbüros für uns so wichtige Bauwerk versucht haben soll, Hand an sich zu legen. Ob dies nur ein Skandal war, um das Rampenlicht für sich zurückzuerobern, oder tatsächlich ein verzweifelter Hilferuf, bleibt ungewiss. Jedenfalls habe die Schulleitung nun beschlossen, dem Gebäude mehr Anerkennung zur Stärkung des Selbstbewusstseins zukommen zu lassen: Man wolle diesem eine riskante und kostspielige Operation des Hinterhofs gönnen, die insbesondere seinen musischen Talenten zugute kommen und den harmonischen Tönen und jenen, die sie erzeugen, mehr und schöneren Platz verschaffen soll. „Durch den Anbau wird der Neubau das Gefühl wiedererlangen, uns etwas bieten zu können und gebraucht zu werden“, so ein Schüler. Die Schnitte und Schraffuren für die Aufpolsterung hat ein Schönheitsarchitekt bereits gesetzt.

Andreas Goletz de Ruffray