Archiv für den Monat: Februar 2009

SAS-Forum „Ein Jahr Schwarz-Grün in Hamburg“

1513d66364afc12bbb78bb8d1daebc1fFreitag, den 20.02.2009, von 11 – 13 Uhr in der SAS-Pausenhalle.
Die SAS-Wahl-Hearings und die Diskussionsrunden während der Legislaturperioden von Bund und Land haben mittlerweile eine über zehnjährige Tradition an der Sankt-Ansgar-Schule. Jedes Mal sind die Veranstaltungen wieder spannend, bringen Unvorhergesehenes, Zündstoff für diverse Unterrichtsstunden, inspirieren zu Gesprächen. Die Diskussion, Dr. Maria Meyer zu Natrup und ich moderieren im Tandem, beginnt mit einer Vorstellung der GesprächsteilnehmerInnen: Norbert Hackbusch, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Linkspartei, erzählt aus seiner Biographie, seiner politischen Sozialisation, warum die Linke seine politische Heimat geworden ist, nachdem er – als unter „Rot-Grün“ die Bundesrepublik in einen Krieg im ehemaligen Jugoslawien eingetreten war – nicht mehr Mitglied der Grünen bleiben konnte bzw. wollte. Für die FDP ist heute wieder Burkhardt Müller-Sönksen zu Gast, sprachgewandter Bundestagsabgeordneter aus Hamburg und stellvertretender Landesvorsitzender der FDP, der im Verlauf der Diskussion für die klassischen Ziele der Liberalen überzeugend eintritt. Dirk Kienscherf, Vorsitzender der SPD Hamm-Borgfelde, Vorsitzender im Familien-, Kinder- und Jugendausschuss sowie Mitglied im Sozial- und Gleichstellungsausschuss, Mitglied der Bürgerschaft, und Katharina Fegebank, Landesvorsitzende der Grünen, sind zum ersten Mal in unserer Schule. – Wo bleibt die CDU? Der Platz hinter dem „N.N.“-Schild bleibt 120 Minuten verwaist, nicht zu glauben. Alle Bürgerschaftsmitglieder der CDU sind am Freitag bei der Kanzlerin in Berlin eingeladen, die Hamburger Bundestagsabgeordneten sind ebenfalls verreist, man will CDU-seitig nur einen Funktionsträger in die Runde schicken, das sei so üblich. Schade. Sehr Schade. (Wir heißen nämlich sämtliche CDU-Mitglieder willkommen, die ohne Funktion ebenso wie die mit Funktion…) Enttäuschung bei den JungwählerInnen bzw. den zukünftigen WählerInnen, gut 200 SchülerInnen und diverse KollegInnen sind in unserer Pausenhalle versammelt.
Nach Absprache mit den SchülerInnen hat jede/r GesprächsteilnehmerIn am Podium zu den Themen „Die soziale Situation in Hamburg: Konzepte – Probleme“, „Bildungsreform – Schülerperspektiven“ und „Ökonomie – Hamburg in der Finanzkrise und in der globalisierten Welt“ zunächst 120 Sekunden Zeit für zentrale Thesen zu jedem einzelnen Themenbereich, dann beginnt die Befragung. Schülerinnen können per Mikrofon direkt aus dem Publikum heraus fragen oder auf Fragekarten ihre Fragen an die PolitikerInnen stellen. Sicher, das erste Thema ist spannend: Warum nimmt die Anzahl der Sozialwohnungen so rapide ab in einer Stadt, die bis in die neunziger Jahre führend auf diesem Gebiet war? Warum gibt es so viele Sozialhilfeempfänger? Was für Konzepte gibt es in dieser reichen Stadt für die vielen armen Kinder? Was wird für eine Integration getan in einer Stadt, in der 49 % der Jugendlichen einen Migrationshintergrund haben? So richtig hoch her geht’s dann beim Thema Bildung: Beschwerden über die Umsetzung von G 8, Kritik an überfrachteten Lehrplänen, Wunsch nach kleineren Klassen, nach Renovierung von Schulen, nach weniger Druck, dass man mehr auf die SchülerInnen hören und nicht permanent vom „grünen Tisch aus“ reformieren solle. Aus den Beiträgen der SchülerInnen, sachlich und differenziert vorgetragen, spricht ehrliche Sorge und auch eine Portion „Nicht-wahrgenommen-Werden“, sie fühlen sich – das wird offen so gesagt – als Versuchskaninchen der Behörde. Frau Fegebank behält die Contenance (Kompliment!! Am folgenden Tag ist Landesparteitag und Nominierung der Spitzenkandidatin für Berlin), auch wenn sie für viele Entscheidungen der beiden vorhergegangenen Regierungen unter Ole von Beust (2001 – 2004 CDU/Schill-Partei/FDP) und 2004 – 2008 (Alleinregierung der CDU) verantwortlich gemacht wird. Die Strukturreform der Primarschule ist nun eine grüne Idee, da gibt’s nichts dran zu deuteln. Und die größere Regierungspartei ist eben nicht vertreten. Über die Bildung in Hamburg wird über eine Zeitstunde engagiert, fair, souverän und sachlich diskutiert, die SchülerInnen verteilen Applaus und Kritik rein sach- und themenbezogen, nicht nach Parteipräferenzen. Das gilt übrigens für die gesamte Diskussion, auch wenn für Ökonomie nur wenig Raum blieb. –
Auch wenn es klischeehaft klingt: Die DiskussionsteilnehmerInnen gaben uns eine gute Lehrstunde in Demokratie: Sie streiten um den besten Weg, sachlich, nicht unterhalb der Gürtellinie, auf sämtliche Fragen eingehend, offen für Kritik.
Ein Lob für unsere SchülerInnen, die konzentriert und sachbezogen diskutieren.
Ein Dank an alle, die die Veranstaltung ermöglicht, mit vorbereitet und durchgeführt haben.

Helge F. Sturm | kk 20.2.09

CCH-Ball 2009

Hallo liebe Gäste des CCH-Balles! Hier nun das Mega-Foto, diesmal mit 218 Gesichtern! a07fc63a17fe496676a5ef777af0500aNatürlich ist es kostenlos! Großes Lob: ALLE haben die Augen auf!
Auf der Seite www.StudioAhrensburg.de sind WIRKLICH alle Fotos die wir haben – in der einzigen Form und Grösse, die es gibt! (So spart Ihr Euch die Arbeit, einzeln nochmal nachzufragen.) (…) Ein kleines Video findet Ihr dort übrigens noch ab Anfang März. Bis dahin – weiterhin viel Erfolg – und vielen Dank nochmal für Eure tolle Partybeteiligung! Euer DJ Martin Hoefling