Archiv für den Monat: Februar 2009

Phantomschmerzen und wirkliches Vergnügen

a6e31a7585d44dd8174e21458a9283afInitiation Konzertbesuch: 64 Schüler und Lehrer der Sankt-Ansgar-Schule besuchen das Filmkonzert ‚Das Phantom der Oper’ in der Musikhalle
18.02.2009, Hamburg. Der Besuch eines Konzerts im großen Saal der Musikhalle dürfte nur in Ausnahmefällen zu den Gewohnheiten eines Neuntklässlers gehören. Dass aber auch klassische Musik, gespielt von einem echten Orchester mit Musikern aus Fleisch und Blut statt aus Bits und Bites, genossen werden kann, ist eine Erkenntnis, die inzwischen Hunderte von Schülern unserem Musiklehrer, Herrn Joppich verdanken, der alljährlich für den freiwilligen Besuch des Filmkonzerts der Laeiszhalle wirbt. Dem Ziel, eine Hundertschaft Schüler aus den Klassen neun bis dreizehn für authentischen Musikgenuss und die Konzertatmosphäre zu begeistern, ist er dieses Jahr wieder ein deutliches Stück näher gekommen, und die Kommentare von Antonia, Tim und anderen lassen hoffen: „Einfach toll!“ Damit war nicht bloß die 1925 erschienene US-amerikanische Verfilmung des Romans von Gaston Leroux gemeint, sondern gerade auch die von Carl Davis komponierte Musik zum Stummfilm. Ohnehin sorgten die niedlichen Horrorelemente des ansonsten durchaus spannenden Films eher für Heiterkeit als für ehrfürchtiges Staunen bei unseren jungen Visualisierungsspezialisten. Selbst für uns weniger bildgesättigte Begleiter schienen die in exzessiver Deutlichkeit in mimisch-gestisches Spiel übersetzten inneren Konflikte wenig glaubhaft und wir diagnostizierten unerklärliche Phantomschmerzen in den verkrampften Gliedmaßen des am Ende von der Menge gelynchten Übeltäters, einst selbst ein Opfer der Folter. Der heute politisch wenig korrekte Ausgang – wo bleibt die Resozialisierung? – wurde vom Orchester donnernd begleitet, eindrucksvoll genug für discogestählte Trommelfelle, ein wenig zu eindrucksvoll für meine, vielleicht weil der von Frank Strobel präzise und souverän dirigierte Davis ein größerer Meister der lauten als der leisen Töne ist.

Andreas Goletz de Ruffray | kk 20.2.09

Proteomics – Dem Eiweiß auf der Spur

872da4f412d7c04e2bb6f5911d460ed5Ein Schüler-Praktikum zum Nachweis von Proteinen in verschiedenen Fischarten
Anlässlich des 200. Geburtstags von Charles Darwin wurden am 12. Februar nachmittags im Rahmen der Veranstaltungen der Katholischen Akademie und der Hamburger Akademie der Wissenschaften in den naturwissenschaftlichen Räumen der SAS sechsundvierzig Oberstufenschüler mit drei beleitenden Lehrern in neue, moderne Nachweismethoden eingeführt. Die Schüler kamen aus drei Gymnasien: dem Hansa-Gymnasium, Gymnasium Schwarzenbek und der Eichenschule aus Scheessel. Einige Schüler des Bio-Lk von Hrn. Dr. Rupprecht und des Bio-GK von Fr. Fischer unterstützten die Oberstufenschüler tatkräftig bei der Durchführung des Praktikums. Die Handhabung der Geräte, wie Eppendorf-Pipetten, Elektrophoresekammer usw. war ja den meisten „Praktikanten“ nicht geläufig.
Die Schüler untersuchten in Arbeitsgruppen die Ähnlichkeit von Muskeleiweiß verschiedener Fischarten. Durch bestimmte Techniken wurden die Eiweißproben so aufbereitet, dass sich die Proteine aus den Muskelfasern herauslösten und schließlich durch Elektrophorese getrennt werden konnten. Ein abschließendes Färben zeigte dann, dass näher verwandte Arten häufiger in bestimmten Eiweißtypen übereinstimmten als weniger verwandte Fischarten.

Somit konnte der Bogen zur Darwin´schen Evolutionstheorie geschlagen werden. Wie Darwin aufgrund von äußeren Ähnlichkeiten verschiedener Arten auf Verwandtschaft schloss und darauf fußend seine Theorie zur Entstehung der Arten entwickelte, so kann man heute zeigen, dass sich die Ähnlichkeit auch bei Stoffwechselprodukten des Körpers wieder findet.

B. Fischer | Dr. H. Rupprecht 20.2.09

…bis zum letzten Lift

9c3ba643139cfd4abd861154347983dcSkireise der Klasse 8d nach Österreich (Mühlbach) vom 23.1.-31.1.2009 Wir trafen uns schon um 6.45 Uhr, um die achtstündige Fahrt nach Österreich (Mühlbach) zu starten. Dabei waren auch die Betreuer aus der Oberstufe, die uns in den nächsten Tagen das Skifahren beibringen sollten. Da wir alle sehr müde von der langen Reise waren, hielt es auf der Hütte angekommen keinen lange auf den Beinen, und die meisten schliefen schnell ein. Am nächsten Morgen, durch viel Schlaf gestärkt, wurden die Skigruppen eingeteilt, einmal in Anfänger, in Fortgeschrittene und in Profis…und dann ging es auch schon los. Bei den einen klappte das Skifahren gut, bei den andern hielt es sich in Grenzen, aber das wichtigste war, alle hatten Spaß! Das Skifahren endete am Nachmittag mit dem letzten Lift. Danach fanden sich Schüler in Gruppen zusammen und kochten. Natürlich konnte bei einigen das Interesse zum Kochen nicht geweckt werden. Die Zeit nach dem Essen nutzten wir um uns auszuruhen, Musik zu hören, Spiele zu spielen oder draußen eine Schneeballschlacht zu veranstalten. Um 23 Uhr war Nachtruhe. Wer diese nicht einhielt, der konnte sich ganz schnell zusätzliche Putzdienste „einfangen“. Am Sonntag machten wir uns dann bewaffnet mit Fackeln und Taschenlampen durch den Tiefschnee auf den Weg zum Kreuz und zur Kapelle, um dort gemeinsam zu beten. Ein Höhepunkt der Skireise war die Skischaukel, ein riesiges Skigebiet. In der Mittagspause konnten wir dort im Restaurant Schnitzel oder andere leckere Dinge essen. Am Freitag war unser letzter Tag und als Überraschung durften wir uns unsere Gruppen selbst zusammenstellen. Am Nachmittag fand dann ein Slalom-Wettbewerb statt. Am Tag unserer Abfahrt mussten dann alle schon um 5 Uhr morgens aufstehen. Viele schliefen dann die ganze Zugfahrt durch. Im Großen und Ganzen war die Skireise ein großes Abenteuer, lediglich getrübt von ein paar Prellungen und Verstauchungen.

Antonia O., 8d 10.2.09 | kk