Archiv für den Monat: März 2009

Hitzacker 09

37aaab63ff0652db1188541b07d285daBlauer Himmel, Sonnenschein, Volleyball, Spaß und natürlich ganz viel Musik – so hat man Hitzacker in Erinnerung und genau so ist es auch dieses Jahr wieder. Durch einige Veränderungen und manches Neue, das sich durch den Wechsel der Herbergsleitung ergeben hat, erscheint auch die Jugendherberge in neuem Glanz. Ein Glanz, der auch auf den Gesichtern der jungen Musiker immer wieder zu sehen ist, wenn sie in den Chören, im Orchester, im Vororchester, in der BigBand, der Junior-Big-Band oder der SAS-Band proben. Und bei den Abiturenten spürt man ein wenig die Wehmut – sind sie doch das letzte Mal dabei.

Zine H. | Knud Kamphues

UN und der Genozid in Ruanda

8424a5daa9628cd494d78705d3419767Das 4. Semster GK GMK behandelt zur Zeit die Menschenrechte und die Vereinten Nationen. Dazu kam Frau Esther Mujawayo in unseren Kurs, weil sie im Jahr 1994 den Völkermord an 800 000 Menschen in Ruanda als Angehörige der Tutsi-Minderheit selbst in ihrer Familie erfahren hat. Sie verlor ihren Mann, die Eltern und Schwiegereltern. Danach ging die Mutter von 3 Töchtern nach England, um mit anderen Witwen die “Association des Veuves du Genocide d`Avril” zu gründen und arbeitet als Beraterin für schwer traumatisierte Opfer. 2 Bücher hat sie über den Völkermord verfaßt und berichtet uns, wie und warum die Vereinten Nationen damals den kanadischen General Dallaire vor Ort bei der Verhinderung des Mordens im Stich gelassen haben.

Dr. Meyer zu Natrup 5.3.09

St. Georg an einem trüben März-Vormittag

89ad800e992257949d7a5f094f65e451Abwechslung im Gmk-Unterricht in der Schule, Thema „Soziale Ungleichheit und Lebensbedingungen in Hamburg, ist der Ausflug in das Stadtviertel St. Georg. Fährt man von der Schule mit der U1 eine Station zur Lohmühlenstraße, gelangt man in eine der vielfältigsten und spannendsten Gegenden Hamburgs. Sowohl die Menschen als auch die Gebäude sprechen für einen Kultur und Architekturmix ganz besonderer Art. Es werden neue Bürogebäude gebaut, die imposant und modern mit viel Glas gestaltet sind. Dennoch sieht man die zahlreichen kleinen internationalen Geschäfte – von Indisch bis Italienisch ist alles vertreten. Geht man in die kleinen Seitenstraßen, entdeckt man schöne Altbauten, die teilweise nach deren Zerstörung wieder aufgebaut wurden, aber auch dort schimmert das Flair der Großstadt durch, denn schaut man beispielsweise Richtung Berliner Tor, sticht einem sofort das Gebäude der IBM und das Berliner Tor –Center ins Auge, die hoch in den Himmel ragen. Ausdruck einer so breit gestreute Gesellschaft ist eine große kulturelle Bandbreite: Es gibt religiöse Einrichtungen wie das Moscheen-Zentrum, die katholische Kirche „Mariendom“, die evangelische Kirche „St. Georg“, Theater wie das Hansatheater oder das Polittbüro, aber natürlich auch, der künstlerischen Ader St. Georgs imponierend, das Museum für Kunst und Gewerbe, auf der anderen Seite des Hauptbahnhofs. Man spürt die sozialen Unterschiede der Hamburgischen Gesellschaft, denn man sieht den Migranten, die uns dort begegnet sind, an, dass sie oft in schwächeren sozialen Verhältnissen leben müssen. Dies hält die Menschen verschiedener Schichten nicht davon ab, miteinander im gleichen Viertel zu wohnen und miteinander zu leben, denn hier erfährt man eine große Toleranz, nicht nur gegenüber Migranten, sondern auch gegenüber Homosexuellen.
Natürlich darf die wohl eindrucksvollste Straße dieses nur 1,6 Quadratkilometer großen Viertels, die „lange Reihe“, eine der schönsten Altstadtstraßen Hamburgs, nicht ausgelassen werden. Es herrscht dort eine vielfältige Architektur mit wunderschönen Kunstwerken an den Gebäuden selbst. Die kleinen einzigartigen Geschäfte sind wohl oftmals einmalig in ganz Hamburg, wenn nicht sogar in ganz Deutschland. Die vielen Innenhöfe sind im Großstadttrubel schöne Fleckchen, die einladen, dort einen angenehmen lauen Sommerabend zu verbringen. Im Großen und Ganzen ist die Exkursion nicht nur ein voller Erfolg sondern auch reich an neuen und unvergesslichen Eindrücken gewesen, die im Unterricht im Zusammenhang mit dem Artikel über St. Georg aus der „Hinz & Kunzt“ aufbereitet werden.

Jennifer T | Constanze H. | Knud Kamphues