Archiv für den Monat: April 2009

European challenges in modern biotechnology education

abf2e510b460b042bdea4f9b03e08aa9Internationales Projekttreffen an der SAS Im Rahmen unseres von der EU im Comenius-Programm geförderten Projektes treffen sich vom 4. bis 9. Mai auf Einladung der Sankt-Ansgar-Schule ca. 60 Schüler und Lehrer von 8 Schulen aus 7 Ländern (Spanien, Lettland, Kroatien, Tschechien, Slowakei, Ungarn und Deutschland), um gemeinsam in gemischten Schüler/Lehrer- Gruppen im Labor biotechnische Versuche durchzuführen. Neben der Laborarbeit erwartet die Teilnehmer ein Empfang im Rathaus sowie umfangreiches kulturelles Programm.
Die offizielle Eröffnungsveranstaltung (das Programm bekommen sie mit einem Klick auf die Graphik) findet am 5.Mai 2009 in der katholischen Akademie statt. Gäste sind herzlich willkommen.
Wir berichten weiter.

Dr. Horst Rupprecht

France Mobil

f338dc49dcc4509acce97e82477e8c4fDie Schüler unser vier 9. Klassen stehen vor der Wahl Französisch oder naturwissenschaftliches Praktikum in Klasse 10. Was liegt da näher als den Schülern zu vermitteln: Französisch macht Spaß!
Am 24. April fuhr Georges Poutreau mit dem schön bemalten France Mobil auf den Schulhof, atmete dreimal tief durch, und die Show ging ab, Schlag auf Schlag in allen vier 9. Klassen. Nach der obligatorischen Begrüßung «Bonjour, je m’appelle Georges» waren die Schüler an der Reihe sich zu begrüßen. Dann war ein Musikquiz mit franz. Chansons dran. In jedem Chanson kam der Name einer Stadt vor. In Mannschaften aufgeteilt sollten die Schüler die Stadt heraushören und auf einer Frankreichkarte lokalisieren. Die Lage von Paris war bekannt, aber wo liegen Marseille, Toulouse oder Nantes? – Ebenfalls in Mannschaften gegeneinander spielend ging es um «culture», «traditions», «sports» und «histoire»: Wie viele Länder grenzen an Frankreich an? 6 oder 7 oder 8? Wie heißt ein Spitzenkoch auf französisch? maître cordon, cordon-chef, cordon-bleu? Georges zeigte, dass es im Unterricht nicht nur um das Erlernen der Sprache an sich geht, sondern auch darum, Land und Leute kennen zu lernen, z.B. durch einen Austausch (s. etwas weiter unten: Salut à Hambourg; wir erwarten im Juni die Austauschschüler von Tivoli/Bordeaux).

Manfred Steinig | kk 26.4.09

Kein Märchen! 1001 Artikel auf der Homepage der Sankt-Ansgar-Schule

4ef044a3996bc96271d46206ca8f0cdaWirb oder stirb! Die Binsenweisheit der Konsumgesellschaft gilt längst auch für den Bildungsanbieter Schule. Kaum eine weiterführende Schule verzichtet heute noch darauf, ein Werbeplakat ins Internet zu stellen. Selbst die Sankt-Ansgar-Schule, seit Jahrzehnten an der Expansionsgrenze bei stabiler Nachfrage selbst in geburtenschwachen Schülerjahrgängen, stellte vor nunmehr drei Jahren eine Seite ins Netz, die, ja, auch werben soll – wenn auch ein wenig anders.
Werbung scheint heute synonym zu sein für Überredung, Manipulation oder gar Gehirnwäsche, und das gilt häufig nicht bloß für die Warenwelt, sondern auch für unseren Umgang miteinander. Die Chansonnière Anne Sylvestre singt bedauernd ‘On ne se tourne plus autour’ und trifft damit den Sinn des althochdeutschen ‘hwerban’, das eigentlich meint ‘sich um jemanden herum bewegen’. Werbung durch Annäherung, durch genaues Hinsehen, durch Information, das ist es, was unsere Homepage will.
Wen wir umwerben wollen? Natürlich auch die von draußen, aber genauso die längst zur Schulgemeinschaft Gehörenden. Ersteren soll ein lebendiges Bild unserer Schule als Arbeits- und Lebensgemeinschaft gegeben werden, für letztere soll auch ein Stück Corporate Identity formuliert werden, unser Selbstverständnis, Ergebnis eines dynamischen Prozesses: des ständigen Dialogs der Schule mit ihrer Gesellschaft und mit sich selbst, also auch mit ihrer Tradition. Bonitatem et disciplinam et scientiam doce me domine – in dieser Reihenfolge!
Über tausend Artikel in knapp drei Jahren – das ist mehr als ein Artikel pro Schultag. Soviel Information scheint mir kaum eine andere Schulhomepage zu bieten. Dabei bemühen wir uns, nicht allzu sehr zur Reizüberflutung beizutragen, stellen jedem Text ein Bild zur Seite, überfüttern die Sinne nicht und beschäftigen den Geist. Unser Ideal hat Hofmannsthal in seinem Vorwort zu einer neuen Ausgabe von 1001 Nacht beschrieben: „Hier ist die kühnste Geistigkeit und die vollkommenste Sinnlichkeit in eins verwoben“. Nach der indischen Rahmenerzählung erzählt Schehrezade dem König Schehriyar jede Nacht eine spannende Geschichte, um dem Schicksal seiner früheren Bräute zu entgehen, die nach der Hochzeitsnacht getötet wurden. Möge uns der Stoff für den König Internet nicht ausgehen, auf dass er die geliebte Schule noch lange verschone!

Andreas Goletz de Ruffray | kk | mg 27.4.09