Archiv für den Monat: Oktober 2009

Überraschender Besuch aus Kolumbien!

bc4c61b2daeae94515c86c563e31186bAm 1. Oktober hat uns völlig unerwartet Pater Jaime García aus Bogotá, Kolumbien besucht. Die älteren unter uns werden sich erinnern, dass wir an der Sankt Ansgar Schule in den vergangenen Jahren im Rahmen unseres sozialen Projektes über 20.000 Euro für den Kinderhort gespendet haben, den Pater García für 340 Kinder errichten wollte, die in einem der ärmsten Stadtviertel von Bogotá unter zum Teil menschenunwürdigen Bedingungen leben müssen. Am 25. August war dann endlich feierlich-fröhliche Einweihung! Pater García hat uns seinen Dank für die geleistete Hilfe ausgesprochen und uns Fotos und eine Dokumentation des Berufsbildungszentrums überlassen, die wir in der nächsten Zeit in unseren Spanischkursen und allen Interessierten gern zeigen werden. Es ist überaus beeindruckend zu sehen und zu hören, welche großartigen Chancen der 78-jährige Pater mit seinem Lebenswerk, dem Zentrum Juan Bosco Obrero, den Jugendlichen und durchaus auch älteren Lernwilligen gibt, damit sie nach einer Berufsausbildung ihren Lebensunterhalt selbst verdienen und ihr Leben unabhängig gestalten können. Da Pater Garcías Besuch zusammenfiel mit dem Aufbruch unserer älteren Schüler zu ihren Projektfahrten, konnte er leider nicht persönlich die vielen Aktiven kennen lernen, die sich in den vergangenen Jahren so eifrig für den Kinderhort eingesetzt haben. Er lässt alle herzlich grüßen und dankt euch für die freundliche Unterstützung.

Ha

Bericht über das Schnupperstudium Informatik

c4b4722b870cffc85596d943dd074bc4In der zweiten Woche der Herbstferien diesen Jahres fand das Schnupperstudium Informatik am Informatikum der Uni Hamburg in Stellingen statt. Ich hatte mich sehr auf so eine Gelegenheit gefreut, deshalb habe ich mich sogleich angemeldet.
Am 19. Oktober war es dann endlich soweit: um 9:00 Uhr sollte es da losgehen, das hieß um 7:00 Uhr aufstehen. Aber gefiel es mir sofort dort. Zu Beginn bekamen wir sehr professionell aussehende Namensschilder und drei Wahlzettel in die Hand gedrückt, mit denen wir nach der allgemeinen Begrüßung unser Projekt aussuchen sollten. Es standen sechs Projekte zur Auswahl: zwei Roboterkurse, ein 3D-Scanner Projekt, ein Animations Projekt, ein Sicherheitskurs und ein Wirtschaftskurs. Ich habe mich für den Wirtschaftskurs entschieden. Doch bevor wir mit unseren Projekten starten konnten, gab es eine erste Probevorlesung zum Thema „InFormatik die Zukunft“.

Doch nach der Gruppeneinteilung und dem ersten Mittagessen gingen wir dann in unseren Computerraum für den Kurs. Für diesen war extra die PPI AG mit ins Boot geholt worden, sodass dieses Projekt zur Wirtschaftsinformatik gezählt werden kann. Unser Ziel war es eine Kreditvergabeanwendung zu schreiben, mit der Kunden die Laufzeit oder die Tilgungsrate ihres Kredits errechnen lassen konnten. Da es eine Webanwendung werden sollte, gab es am Montag von unserem Projektleiter Hr. Kämpfer und seinem Mitarbeiter Hr. Finnern eine Einleitung in HTML (Hypertext MarkupLanguage), der Grundsprache des Internets. Hierzu gab es eine Powerpoint Präsentation, in der die wichtigsten (oder für uns relevanten) Strukturen erklärt waren. Nachdem alle an diesem Tag ein Formular mit HTML erstellt hatten, war um 16:00 Uhr Schluss.
Am Dienstag, den 20. Oktober, ging es dann endlich mit PHP los. Hierzu muss gesagt werden, dass dieses Projekt ohne PHP nicht hätte verwirklicht werden können, da HTML zu statisch, d.h. zu fest ist und nicht so flexibel auf Benutzereingaben reagieren kann wie PHP. Am Dienstag lernten wir also die Strukturen von PHP kennen und bearbeiteten unser Formular schon mal ein wenig. Außerdem hatten wir an diesem Tag unsere zweite Vorlesung über den Ablauf aller Informatik-Studiengänge und ein Gespräch mit Berufstätigen der Branche. Und nach dem Mittagessen durften wir uns dann noch schnell eine Demonstration einer Diplomarbeit ansehen.
Am Mittwoch, den 21. Oktober, stellten wir unser, inzwischen recht umfangreiches Projekt so gut wie fertig. Am Nachmittag bekamen wir noch eine Demonstration von Servicerobotern, die dem Menschen nachempfunden sind, zu sehen und hatten eine besonders günstige Gelegenheit die Arbeit der Studenten mal genauer zu betrachten: die EXPO, einer Ausstellung studentischer Projekte. Über vier Räume verteilt stellten Studenten ihre Semester- oder Diplomarbeiten vor. Es gab einige sehr gute und einige weniger gute, was aber daran liegen mochte, dass mich halt nicht alles interessierte.
Am Donnerstag, den 22. Oktober, stellten wir unsere Projekte bis ca.
11 Uhr fertig. Danach fingen wir an unsere Präsentation vorzubereiten. Denn am Freitag sollten alle Gruppen ihre Werke vorstellen. Wir wollten hierzu die verschiedenen Aspekte eines im Team geplant und getesteten Projekts darstellen. Deshalb teilten wir unsere Gruppe in fünf Untergruppen auf, die die Ablaufpunkte bearbeiteten. Nach dem Mittagessen stellte uns noch ein Mitarbeiter an der Uni die Programmierung von Agenten vor, welche sehr nützlich zur Steuerung von verteilten Systemen sind, vor. Ein verteiltes System ist zum Beispiel das Serversystem der Uni. Zum Abschluss des Tages bekamen wir noch Eignungsberatung in Gruppen. Hierzu kam eine Frau der Uni und stellte uns die wichtigen Dinge zur Anmeldung an der Universität Hamburg zur Seite.
Am Freitag, den 23. Oktober, war diese tolle Woche am Informatikum schon so gut wie um. Als erstes stellten wir unsere Präsentation fertig, die wir dann direkt im Anschluss den ca. 70 Schülern, die an dieser Woche teilgenommen hatten, vorführten. Wie schon erwartet gewannen wir nicht den ersten Preis der Projekte, da kam der Tanz der Fußballroboter einfach besser bei den Schülern an, doch wir wurden immerhin Dritte. Nach der Preisverleihung gab es dann noch Getränke und Kuchen in der Mensa und die Möglichkeit den Initiatoren dieser Woche noch Feedback zu geben.
Ich kann so eine Woche JEDEM sehr empfehlen. Ob nun Junge oder Mädchen (es gab sehr viele Teilnehmerinnen), ob entschlossen oder noch auf der Suche. Schade, dass es nicht noch mehr solcher Angebote gibt.

Lennart, 9a

Kopenhagen 2009

9d897bccbe7642ac6f0f7441f51ef8e8Treffen der Schulleiter der Jesuitenkollegs und der jesuitisch geprägten Schulen 2009 (28. bis 30. Oktober 2009)
Das diesjährige Schulleitertreffen fand am Niels Steensens Gymnasium in Kopenhagen statt. Dass die Jesuiten eine Schule in Dänemark tragen und leiten, ist vor allem auch deswegen interessant, weil die Zahl der Katholiken in Dänemark verschwindend gering ist. Deswegen trafen wir auch in dieser nicht nur baulich bemerkenswerten Schule, einem ehemaligen Kloster, auf wenig katholische Schüler. Dafür fielen z. B. einige Kopftuch tragende Schülerinnen auf. Das Gymnasium setzt damit den jesuitischen Grundsatz, Jesuitenschulen seien offene Milieus, um. Auf mehrfache Nachfrage konnten die beiden in Leitung der Schule wirkenden Patres überzeugend vortragen, es gebe bzgl. der anwesenden Religionsvielfalt keine Probleme, da sich alle Schüler (bzw. deren Eltern) mit Unterschreiben des Schulvertrages verpflichtet hätten, dem Erziehungsauftrag der Schule zu folgen. So nähmen z.B. auch die muslimischen Schüler- und vor allem – -innen selbstverständlich an den Exerzitien im ebenso schön gelegenen wie einsamen, schuleigenen Exerzitienhaus teil.
Inhaltlich stand vor allem der Austausch über die an den einzelnen Schulen erfolgten Entwicklungen im Mittelpunkt des Gespräches. Bzgl. der Entwicklungen ist es immer wieder erstaunlich, welche (nicht abgesprochenen) Parallelen vorhanden sind. Das Ansprechen ähnlicher Problemlagen hat wiederum etwas Tröstliches. Dies hatte nach meinem Vortrag über die Hamburger Schulstrukturreform besonderes Gewicht …
Neben der gastgebenden Schule und den drei großen Jesuitenkollegs – Sankt Blasien, Aloisiuskolleg, Canisiuskolleg – waren vertreten: Sankt Benno (Dresden), Mauritius (Bühren), Kalksburg (Wien), Aloisianum (Linz), Sankt Ansgar (Hamburg).

Stz