Archiv für den Monat: Oktober 2010

Bio-Unterricht einmal anders

b5a89567e1cd125b2dfd350957e41970Ende September kam das erste Semester des Profil 1 in den Genuss, sich zwei Tage lang im Kloster Nütschau mit dem Themenbereich „Nachhaltigkeit“ im Rahmen eines Workshops „Kreativ.Labor- Umwelt“ zu beschäftigen. Schon die Anreise brachte die meisten von uns 23 Teilnehmern in direkten Kontakt mit der Natur: der Wanderweg von Bad Oldesloe zum Kloster durch die schöne Umgebung bescherte uns streckenweise ziemlich nasse Füsse, da die Trave über die Ufer getreten war.
Vor Ort hatte die Bildungsreferentin Barbara Bomert ein vielseitiges Programm mit gruppendynamischen Spielen (die allen viel Spaß machten), kreativen Elementen in der Natur (schön aber kalt), sowie Informationen und Austausch über das Thema Nachhaltigkeit in unserer Umwelt (nur ein bisschen wie in der Schule) für uns zusammengestellt. Kernstück des Workshops war die Sensibilisierung und bewußte Wahrnehmung der Natur und ihrer Vielfalt. So erfühlten wir blind Baumstämme und den Waldboden, suchten zu verschiedenen Adjektiven wie z.B. „einsam“ oder “hoffnungsvoll“ passende Fotomotive oder versuchten, unsere sinnliche Wahrnehmung der Natur kreativ in Texte umzusetzen.
Bei der eher intellektuell ausgerichteten Auseinandersetzung mit dem Thema entwickelten wir u.a. auch eine Empfehlung für unsere Schule: die Ressourcen sollten hier gewissenhaft genutzt werden (z.B. weniger kopieren!) und die Gebäude mit innovativen Technologien ausgerüstet werden.
Zusammengefasst bildeten die beiden Tage eine gelungene Alternative zum üblichen Schulunterricht und führten uns so ganz nebenbei als Gruppe zusammen.
(Der Workshop steht übrigens im Zusammenhang mit den „Aktionstagen zur Bildung für nachhaltige Entwicklung“, die von der Deutschen UNESCO-Kommission e.V. ins Leben gerufen wurden und ist der erste Teil von drei Veranstaltungen zum Thema „Nachhaltig lernen“.)

Barbara Berling 20.10.10

Das Fest in der Ansgar-Schule

9e4835234212d732be1b2c792242b7b1… so wurde der “Wohlfühlmorgen” am 23.10. von Teilnehmenden bezeichnet. Zum zweiten Mal veranstaltete die Sankt-Ansgar-Schule unter der Schirmherrschaft von Weihbischof Dr. Jaschke zusammen mit der Caritas, den Maltesern sowie dem Sozialdienst katholischer Frauen das Projekt für bedürftige Menschen. In der Pausenhalle gab es ein erstklassiges, vom Hotel Renaissance zur Verfügung gestelltes Frühstück. Ca. 250 Wohnungslose und Arme (und damit weit mehr als erwartet) fanden sich ein, um diverse Dienstleistungen wie ärztliche Hilfe, Pediküre/Maniküre, Friseur, Rechts- und Sozialberatung oder auch tierärztliche Hlfe in Anspruch zu nehmen. Der Profilkurs Religion des ersten Semesters beteiligte sich intensiv und tatkräftig an diesem Tag, den sie trotz der vielen Arbeit als erfolgreich, erfüllt, vor allem aber als sinnvoll gestaltet verstanden.

Im Gedenken an Dr. Bernward Lukner SJ

5df923b7a49dea2ea907b3a602516471In den Ferien erreichte uns die Nachricht, dass Dr. Bernward Lukner am 5. Oktober 2010 verstorben ist.

Wir erinnern uns mit Dankbarkeit und großem Respekt an Bruder Lukner.

Wenn wir an ihn und sein Wirken in unserer Schule denken, sind vor allem zwei Momente sofort gegenwärtig:

Dr. Lukner verfügte über ein immenses Wissen. Nicht nur, aber vor allem im Bereich der Geographie und Klimatologie waren seine Kenntnisse bis in letzte Details nahezu unerschöpflich. Hinzu kam die positive Kraft, bis in das hohe Alter und solange es seine Gesundheit zuließ, Gottes Welt zu erkunden, die Schöpfung, über die er so viel wusste, wandernd zu erfahren

Die zweite zu nennende Facette, die Dr. Lukners Wirken auszeichnete und bestimmte, war die der Zuwendung zum Nächsten. Stets geduldig, warmherzig war er nicht nur für seine Schüler ein gegenwärtiger Ansprechpartner, der zuhören und auf der Grundlage seines Wissens, seiner Lebenserfahrung und vor allem seines Glaubens raten konnte.

So lebte Dr. Lukner, als Laienbruder in die Gesellschaft Jesu aufgenommen, den ignatianischen Leitgedanken des „iuvare animas“ ebenso wie den des „deum invenire in omnibus“.

Wir werden Dr. Lukner als Beispiel eines vorbildlichen Pädagogen und eines Christen, der seinen Glauben lebte, in ehrender und dankbarer Erinnerung behalten.

F. R. Stolze, OStD