Archiv für den Monat: Januar 2012

„Der Berg ruft …“ – Skiklassenreisen nach Mühlbach

541501d0ec1ab718a04e0e125925b5d1Wie jedes Jahr so auch jetzt wieder im Januar – die 8. Klassen fahren nach Mühlbach in Österreich. Zuerst fuhren die 8a mit Herrn Kamphues und Herrn Malkowski und die 8c mit Herrn Wucherpfennig und Frau Siegburg. Am Donnerstag, den 26. Januar, war der Wechsel angesagt. Die 8a und 8c packten ein und starteten mit Bus und Bahn gen Heimat, die 8b mit Herrn Müller und Herrn Lüders und die 8d mit Herrn Biebl und Frau Nürnberg machten sich um 07.09 Uhr von Altona nach Freilassing mit dem IC auf die Reise. Nach ca. 9 Stunden Bahnfahrt und etwas über einer Stunde Busfahrt erreichten wir die Mitterbergsalm. Uns erwarteten 2,50 m Schnee und ein stimmungsvoller Abendhimmel. Zimmerbezug, Abendessen, Skianpassen und eine kurze Nacht – nun konnte es losgehen. Unsere 7 Tage auf Ski waren von recht gutem Wetter begleitet, es gab 4,5 Sonnentage, ein bisschen Schneegrieseln und mit steigender Kälte blieb der Schnee auf den Pisten hervorragend zum Lernen der ersten Schritte und für die ausgiebigen Touren der Fortgeschrittenen und derer, die schnell zu „Profis“ aufstiegen. Begleitet, unterstützt, unterhalten und betreut wurden wir von 7 Oberstufenschülern (Mareike, Katleen, Janina, Martin B., Martin D., Hagen und Sebastian), die ihre Ortskenntnisse und Erfahrungen auf den Brettern im Skiunterricht den Schülern zur Verfügung stellten. Sie brachten die Anfänger zu beachtlichen Leistungen. Jede Klasse war in 4 Gruppen eingeteilt (Frühstück, Abendessen, Putzdienst und Tagesbericht), so dass jede Gruppe in den Genuss kam, die Toiletten und Duschen zu reinigen und das Abendessen zuzubereiten. Das waren immer besondere Erlebnisse auch für die Begleiter. Zwiebelschneiden mit Skibrillen, Geschirrberge abwaschen und Essensreste und Haare aus den Abflüssen puhlen … Es gab Sonderbares zu tun – viele wussten gar nicht, dass das einen Haushalt wie zu Hause ausmacht. Neben diesen Tagesdiensten und den Skikursen am Vor- und Nachmittag auf den „Hauspisten“ gab es die beiden Highlights am Dienstag und Mittwoch, auf den Skizirkus nach Mühlbach zu fahren. Dort gab es dann die richtigen Pisten mit der richtigen Länge zu entdecken. Die Party im Kuhstall und der Punschabend draußen bei Fackelschein waren weitere besondere Erlebnisse. Die Andachten am Sonntag in der kleinen Pistenkapelle oder am Kreuz mit Fackeln unterm Sternenhimmel wird jedem in Erinnerung bleiben. So waren das wieder sehr gelungene Abwechslungen vom Schulalltag – auch für uns Lehrer. Ein besonderer Gedanke sei noch am Ende Herrn Günter Stern gewidmet. Seit über 20 Jahren hat er mit Akribie, Engagement und Organisationstalent diese Reisen in dieser optimalen Form und den überzeugenden und äußerst erfolgreichen Inhalten ermöglicht. Sein Skikeller ist in Hamburg einmalig! Nun ist die Aufgabe des stellvertretenden Schulleiters im Vordergrund. Die Reisen werden aber fortgesetzt – mit seiner Beratung im Hintergrund werden wir diese Einrichtung weiter am Leben halten. Herrn Stern auch von den diesjährigen Skifahrern einen herzlichen Dank.

Müller | Lüders | Kamphues

Entspannung für Leib & Seele

773de0b7b148fc904841519ed8e33baeIm Jugendhaus St. Benedikt des Klosters Nütschau erholten sich die Schüler der VS-Klasse zusammen mit ihrem Klassenlehrer (Hr. Schulz) von den Strapazen des 1. Schulhalbjahres an der SAS sowie – auf dem Foto zu sehen – bei leckerem Kuchen von einem strammen Marsch über 20 Kilometer. Obgleich der eine oder andere zwischendurch mal schwächelte: Niemand gab auf, alle kamen ans Ziel.

Ein hoffentlich gutes Omen für den weiteren Weg an der SAS.

Jürgen Brinkmann, Beauftragter für die Seelsorge an der SAS

Claus-Peter Lieckfeld zu Gast im Literarischen Café der SAS

6c440bc39c3e2bcd553376a4f23fc1e4Zwei Lesungen und Signierstunden Erst am 21.12.2011 war der Neubau unserer Schule in „Friedrich-Spee-Haus“ umbenannt worden. Schon drei Wochen später konnten wir den bekannten Autor und Journalisten Claus –Peter Lieckfeld für zwei Lesungen aus seinem Roman „Anwalt der Hexen – Pater Spee“ im Rahmen des Literarischen Cafés begrüßen. – Friedrich Spee von Langenfeld, geb. 1591 , ab 1610 Jesuit, wirkte als Lehrer und Geistlicher, Barock – Dichter, Humanist: Er ist der Protagonist des Romans.

Gut 70 SchülerInnen, Eltern, LehrerInnen und Freunde unserer Schule nahmen Dienstagabend an der Lesung aus dem spannenden Roman teil, knapp hundert SchülerInnen und LehrerInnen am Mittwochvormittag. Hautnah schildert Claus- Peter Lieckfeld Szenen aus dem Dreißigjährigen Krieg, mit viel Empathie lässt er sich auf Spee ein, der „zwischen Zorn und Zärtlichkeit“ lebte, wie es im Klappentext heißt. Der Autor liest aus einem Kapitel, in dem sein Protagonist Spee ein Gespräch mit einer als Hexe zum Tode verurteilten Frau am Abend vor ihrer Verbrennung führt. – Wir tauchen ein in eine Zeit der Grausamkeit und der Unmenschlichkeit. Wir erleben Köln, in jener Zeit eine der bedeutendsten und größten Städte des Reiches, vor Feinden am besten durch hohe Stadtmauern geschützt und als uneinnehmbar geltend, pulsierend, viele Flüchtlinge leben hier. Der 83 Kapitel umfassende Roman liest sich einfach gut, ist spannend und flüssig in einer durchaus eigenwilligen und nicht anbiedernden Sprache geschrieben.
Claus Peter Lieckfeld, ein sympathischer offener Norddeutscher, lebt heute am Ammersee in Bayern und macht in Hamburg Station für die beiden Lesungen an der SAS , begleitet von seiner Frau. Er erzählt in beiden Veranstaltungen – also am Abend des 10. und am Vormittag des 11. Januars – von Friedrich Spee von Langenfeld, von der Faszination, die dieser Jesuit auf ihn ausgeübt und die ihn zum Schreiben motiviert hat, vom Entstehen des Buches, auch von den Schwierigkeiten, einen geeigneten Verlag zu finden. Claus – Peter Lieckfelds Oeuvre ist sehr umfassend: Er ist Journalist Schriftsteller, Chefredakteur der Buchreihe des WWF, arbeitete für GEO, DIE ZEIT, mare, Merian, die Süddeutsche Zeitung, schrieb historische Romane, Erzählungen, Theater und Kabarett – Texte für das Düsseldorfer Ko(m)mödchen und für den Scheibenwischer.
Für beide Veranstaltungen nahm Claus – Peter Lieckfeld kein Honorar, dafür ein ganz besonderer Dank.
Unser Dank gilt – das sei zum Neuen Jahr einmal ausdrücklich gesagt – allen, die das Literarische Café in den vergangenen 12 ½ Jahren immer wieder „hinter den Kulissen“ unterstützt haben: Gabriele Faltermeier und Regina Lemkau, die die Einladungen schreiben und entwerfen, Herr Brühl, der den hinteren Teil der Pausenhalle immer entsprechend herrichtet, bestuhlt, mein Kollege Knud Kamphues, der für die PR auf der Homepage sorgt, die KollegInnen, die die Einladungen verteilen, die literaturinteressierten SchülerInnen, die das LC besuchen… Mein besonderer Dank in diesem speziellen Fall gilt Frau Spohra, die den Kontakt zu Claus – Peter Lieckfeld herstellte und mit sehr viel Verve, guter Laune und Engagement die beiden Veranstaltungen begleitete.
Helge F. Sturm | Jutta Spohrer