Claus-Peter Lieckfeld zu Gast im Literarischen Café der SAS

6c440bc39c3e2bcd553376a4f23fc1e4Zwei Lesungen und Signierstunden Erst am 21.12.2011 war der Neubau unserer Schule in „Friedrich-Spee-Haus“ umbenannt worden. Schon drei Wochen später konnten wir den bekannten Autor und Journalisten Claus –Peter Lieckfeld für zwei Lesungen aus seinem Roman „Anwalt der Hexen – Pater Spee“ im Rahmen des Literarischen Cafés begrüßen. – Friedrich Spee von Langenfeld, geb. 1591 , ab 1610 Jesuit, wirkte als Lehrer und Geistlicher, Barock – Dichter, Humanist: Er ist der Protagonist des Romans.

Gut 70 SchülerInnen, Eltern, LehrerInnen und Freunde unserer Schule nahmen Dienstagabend an der Lesung aus dem spannenden Roman teil, knapp hundert SchülerInnen und LehrerInnen am Mittwochvormittag. Hautnah schildert Claus- Peter Lieckfeld Szenen aus dem Dreißigjährigen Krieg, mit viel Empathie lässt er sich auf Spee ein, der „zwischen Zorn und Zärtlichkeit“ lebte, wie es im Klappentext heißt. Der Autor liest aus einem Kapitel, in dem sein Protagonist Spee ein Gespräch mit einer als Hexe zum Tode verurteilten Frau am Abend vor ihrer Verbrennung führt. – Wir tauchen ein in eine Zeit der Grausamkeit und der Unmenschlichkeit. Wir erleben Köln, in jener Zeit eine der bedeutendsten und größten Städte des Reiches, vor Feinden am besten durch hohe Stadtmauern geschützt und als uneinnehmbar geltend, pulsierend, viele Flüchtlinge leben hier. Der 83 Kapitel umfassende Roman liest sich einfach gut, ist spannend und flüssig in einer durchaus eigenwilligen und nicht anbiedernden Sprache geschrieben.
Claus Peter Lieckfeld, ein sympathischer offener Norddeutscher, lebt heute am Ammersee in Bayern und macht in Hamburg Station für die beiden Lesungen an der SAS , begleitet von seiner Frau. Er erzählt in beiden Veranstaltungen – also am Abend des 10. und am Vormittag des 11. Januars – von Friedrich Spee von Langenfeld, von der Faszination, die dieser Jesuit auf ihn ausgeübt und die ihn zum Schreiben motiviert hat, vom Entstehen des Buches, auch von den Schwierigkeiten, einen geeigneten Verlag zu finden. Claus – Peter Lieckfelds Oeuvre ist sehr umfassend: Er ist Journalist Schriftsteller, Chefredakteur der Buchreihe des WWF, arbeitete für GEO, DIE ZEIT, mare, Merian, die Süddeutsche Zeitung, schrieb historische Romane, Erzählungen, Theater und Kabarett – Texte für das Düsseldorfer Ko(m)mödchen und für den Scheibenwischer.
Für beide Veranstaltungen nahm Claus – Peter Lieckfeld kein Honorar, dafür ein ganz besonderer Dank.
Unser Dank gilt – das sei zum Neuen Jahr einmal ausdrücklich gesagt – allen, die das Literarische Café in den vergangenen 12 ½ Jahren immer wieder „hinter den Kulissen“ unterstützt haben: Gabriele Faltermeier und Regina Lemkau, die die Einladungen schreiben und entwerfen, Herr Brühl, der den hinteren Teil der Pausenhalle immer entsprechend herrichtet, bestuhlt, mein Kollege Knud Kamphues, der für die PR auf der Homepage sorgt, die KollegInnen, die die Einladungen verteilen, die literaturinteressierten SchülerInnen, die das LC besuchen… Mein besonderer Dank in diesem speziellen Fall gilt Frau Spohra, die den Kontakt zu Claus – Peter Lieckfeld herstellte und mit sehr viel Verve, guter Laune und Engagement die beiden Veranstaltungen begleitete.
Helge F. Sturm | Jutta Spohrer