Archiv für den Monat: Mai 2012

Teilchenphysik – SAS am Desy

7ce7c708faf2286a4a32c3cdbb2c7202Zusammen mit Schülern des Emil-Krause-Gymnasiums, des Matthias-Claudius-Gymnasium, Gymnasium Süderelbe und dem Gymnasium Grootmoor nahmen wir an dem dritten Teil der Kooperation Teilchenphysik und Masterclass teil. Wir trafen uns am DESY, kehrten dieses Mal wir wieder zum „Anfang“ zurück und befassten uns mit Nebelkammern und Teilchen.

Zunächst hörten wir einen Einstiegsvortrag über kosmische Strahlung, was diese ist und wurden über den derzeitigen Stand der Wissenschaft informiert. Dann gingen wir dazu über uns eine eigene Nebelkammer zum Teilchennachweis zu bauen. Nach dem Zusammentragen der Ergebnisse folge ein Besuch der Kantine. Im Anschluss an die Mittagspause hörten wir einen Vortrag über Myonen und arbeiteten an einem Detektor, der zusammen mit einem extra dafür entwickelten Programm die Anwesenheit von Myonen aufzeichnen sollte.
Am Ende haben wir unsere Ergebnisse aller Gruppen in einem Diagramm zusammengetragen und diskutiert. Laut Schüleraussagen war der dritte Teil der Masterclass am besten umgesetzt worden und bereicherte die Teilnehmer in ihrem Interessengebiet am meisten.
Klasse 8d

Englisch gut, Austausch gut

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Rundum gelungen: der dritte Schüleraustausch der Sankt-Ansgar-Schule mit dem Biskupské gymnázium in Brno/Tschechien  Hamburg, 13.5.2012, 8.28 Uhr. Erst in letzter Sekunde und auf Drängen des verwunderten Zugbegleiters besteigen die dreizehn tschechischen Austauschschüler und ihre zwei begleitenden Lehrkräfte den Zug nach Brno (Brünn), obwohl sie zuvor eine halbe Stunde zum Abschiednehmen hatten. „Die wären gern noch hier geblieben“, stellt eine deutsche Gastmutter zufrieden fest. Tatsächlich war die dritte Auflage des aus einem Comenius-Projekt hervorgegangenen, neuntägigen Schüleraustauschs mit dem Bigy (Biskupské gymnázium) ein voller Erfolg, sowohl im Miteinander der Schüler wie in der Begegnung mit der Kultur eines europäischen Nachbarn wie im Einsatz des Kommunikationsmittels Englisch.

Am 5. Mai war die sechzehnköpfige deutsche Gruppe per Bahn nach Brno aufgebrochen, das nach 11 Stunden erreicht wurde. Der herzliche Empfang durch Partnerschüler und Gasteltern zerstreute alle Bedenken, ob man sich auch gut verständigen können würde. Nach drei Tagen Brünn und Bigy ging es gemeinsam zurück ins etwas kühlere Norddeutschland. Ein äußerst dichtes Programm sorgte für rechtschaffene Müdigkeit, verschaffte aber auch etliche neue Eindrücke und Erlebnisse: Ansichten aus der zweitgrößten Stadt Tschechiens wie Krautmarkt, Mumiengruft des Kapuzinerklosters, Peter-Paul-Dom samt Turmbesteigung und viele andere Sehenswürdigkeiten; Klettern im Hochseilgarten; Erforschung der Tropfsteinhöhlen von Blansko; Besuch der Gastschulen; Ausblick vom Großen Michel; Eintauchen ins Hafengeburtstagsgewimmel, Hafenrundfahrt, U-Bootbesichtigung, Rathaus-Führung etc. etc. – am Ende hatte so mancher nicht bloß eine fremde Stadt, sondern auch die eigene neu entdeckt. Hinzu kamen die in Eigenregie der Gasteltern und Schüler organisierten späten Nachmittage und Abende, die genügend Gelegenheit boten, die lingua franca unserer globalisierten Welt in voller Aktion zu erleben. Vielleicht klangen das eigene Englisch wie auch das der Gäste nicht immer nach purem Queen’s English, doch die Notwendigkeit und das Vergnügen sich auszutauschen gaben einen gewaltigen Motivationsschub, der weit in die kommenden Schuljahre reichen dürfte. Dass auch das Gegenüber kein Muttersprachler war, senkte die Hemmschwellen schnell und so wurden auch die Vorsichtigen zu „risk taking learners“, denen das Sprachenlernen leichter fällt.

Natürlich gab es gelegentlich Schwierigkeiten zu überwinden, doch dank des Engagements der Eltern, Schüler und begleitenden Lehrer, dank der minutiösen Vorbereitung und der Landeskenntnisse des Tschien-Liebhabers Herrn Lutz dürfte auch dieser Austausch eine gute Langzeitwirkung haben – aus beiden vorangegangenen Reisen haben sich deutsch-tschechische Schülerfreundschaften bis heute erhalten. Dekuji, danke, thank you; Ende gut, alles gut.

A. Goletz-de Ruffray (begleitende Lehrkraft)

 

Eindrucksvolle Vorstellung des neuen Sozialprojekts

3f238fd44077716c8e5d6a89ba098bc8Schüler und Schülerinnen der 9c hatten sich äußerlich, inhaltlich und medial kompetent auf die Präsentation vorbereitet. Sie stellten der Schulgemeinschaft am Mittwoch, dem 16. Mai 2012 die Loyola Schule in Kerala vor, die wir ab heute finanziell unterstützen wollen. Zwei Mitschülerinnen traten im Sari auf und zeigten damit eine der schönen Seiten der indischen Kultur. Im Vortrag wurde dann deutlich, dass es auch Schattenseiten gibt, dass nämlich die Frau nach wie vor unterdrückt wird und oft in Angst vor den Repressalien der Familie und der Gesellschaft lebt. Einem Zeitungsbericht des Hamburger Abendblattes zufolge werden immer noch monatlich 50 000 (!) weibliche Embryos getötet, weil Töchter nichts als Ärger und Probleme bringen und nicht selten den finanziellen Ruin der Familie bedeuten. Dagegen setzt Pater Syriac ein Zeichen mit seiner Schule, in der Mädchen so selbstverständlich ihr Recht auf Schulbildung wahrnehmen können wie Jungen. Mehr noch, Pater Syriac bildet die (ausschließlich weiblichen) Lehrkräfte an seiner Schule selbst aus, damit diese Frauen ihren Lebensunterhalt selbständig und unabhängig bestreiten können. Die hohe Qualität dieser Ausbildung zeigt sich in der Tatsache, dass neben Katholiken auch andere christliche Glaubensgemeinschaften, Hindus und Moslems aufgenommen werden und Eltern anderer Religionen ihre Kinder gern und gewollt der Loyola Schule anvertrauen. Und das, obwohl noch vieles im Aufbau begriffen ist und es an allen Ecken und Kanten fehlt. Wir wollen zügig helfen, denn ein Schulgebäude mit 4 Klassenräumen soll bald das barackenähnliche Provisorium ersetzen, in dem die Kinder kaum vor den Regenfällen der sich nahenden Monsunzeit geschützt sind. Wir wollen für Tische und Bänke sorgen, Bücher und die dazugehörigen Regale stehen danach auf unserer „to do-Liste“. Manch einer mag überrascht gewesen sein, dass er oder sie so schnell aktiv werden soll, aber die kommenden Tage sind doch eine gute Gelegenheit, im privaten Umfeld manchen Euro locker zu machen für die gute Sache.

Dem Enthusiasmus unserer indischen Freunde wollen wir nicht nachstehen und ihnen zeigen, dass wir ihre Sache unterstützen und sie in unseren Gedanken begleiten beim Aufbau ihrer Schule.

Ha | kk