Archiv für den Monat: August 2012

Ist Dabeisein alles?

7309116d8181c25a3ce4c187eb85f635Zum Start ins neue Schuljahr stellen wir uns dem olympischen Motto Domkirche, 2.8.2012. Während zeitgleich bei den olympischen Spielen in Londons Stadtsteil Hackney Startschüsse gellen, beginnen wir das Schuljahr traditionell mit einem Gottesdienst. Worin sich unsere Ziele von denen der olympischen Berufsathleten unterscheiden, wird schon vor der Messe auf dem Domplatz deutlich: Mit leuchtenden Augen begrüßen Schüler Freunde und Freundinnen, die ihnen sechs Wochen lang gefehlt haben. Schule lebt besser aus dem Mit- als aus dem Gegeneinander, was auch Jesu Antwort auf die Frage im Matthäusevangelium „wer ist im Himmelreich der Größte“ zeigt. Wie ein Kind sein zu können schützt vor bloß nutzenorientiertem und hierarchischem Denken. Pater Adler führt den Gedanken weiter und stellt zwei Bedingungen auf, ohne die das olympische Motto ‚Dabeisein ist alles‘ für die Schule bedeutungslos bleibt: Rücksichtnahme auf die Mitspieler und das Bemühen darum, dass auch wirklich alle dabei sein können. Während das Berufsathletentum wie schon in der Antike die Todesglocke der olympischen Spiele zu läuten begonnen hat, muss Schule darauf achten, nicht bloß die Konkurrenzgesellschaft abzubilden, sondern eines der wichtigsten Lernziele auch im Schuljahr 2012/2013 zu verfolgen: Wie ein Kind sein zu können.

ag | kk

Den Römern auf der Spur…

c11cc8b269376d91b96935156bbf0624Unter diesem Motto begaben sich Anfang August 14 Schülerinnen und Schüler zusammen mit ihrem Latein- und Griechischlehrer Herrn Dührsen auf eine 4-tägige Reise nach Trier. Trier ist nicht nur die älteste Stadt Deutschlands, sie besitzt – neben Köln und Mainz – auch die meisten Bauten aus römischer Zeit. Besichtigungen der Porta Nigra, der Kaiserthermen, des Amphitheaters, des Doms und der Konstantin Basilika waren daher Pflicht. Diejenigen, die sich auch noch der „Neuzeit“ widmen wollten, taten dieses bei einem Stadtbummel durch die Trierer Einkaufsstraßen. Am Mittwoch stand eine Radtour entlang der Mosel zu den Resten des ältesten römischen Tempels hierzulande an, bei strahlendem Sonnenschein ein echter Glückstreffer! Bei dieser Gelegenheit besuchten wir die Grablege von Friedrich Spee im Trierer Jesuiten-Kolleg. Als Alternative zur Radtour konnte man einen Rundgang durch das Rheinische Landesmuseum (19 Säle von der Steinzeit bis zum letzten Trierer Kurfürsten) unternehmen. Lohnenswert war auch der Besuch des Geburtshauses von Karl Marx in der Brückenstraße. Auf der Rückfahrt legten wir in Köln einen Zwischenstopp ein, um zwecks Abrundung der Reise einen Abstecher in das Römisch-Germanische Museum und zum Kölner Dom zu machen. Die Sportlichen unter uns wurden nach nicht enden wollenden Stufen mit einem herrlichen Blick über Köln belohnt. Eine unvergessliche Reise!!!

Rebecca S., III. Sem.

Leider war das “Hirn” aus konservatorischen Gründen geschlossen

5909f0c6264aa2373ffafa414284cdfbDas “ästhetische Profil (3)” besucht die dOKUMENTA13 in KasselAm 21.8. fuhren Schülerinnen und Schüler aus dem ersten und dritten Semester zur dOKUMENTA13. Etwa ein Drittel der Ausstellungsorte konnte besucht werden: Vom Museum Fridericianum über den Hauptbahnhof zur dOKUMENTA – Halle und große Teile der Karlsaue.

Trotz der frühen Abfahrtszeit (6:00 Uhr) und des heißen (33° C) und schwülen Klimas im Kasseler Tal sind die wesentlichen Kunstwerke betrachtet, begangen und gehört worden. Allein im sogenannten “Herz” der dOKUMENTA, dem Friedericianum, konnten das “brain” nicht betreten werden, denn aus konservatorischen Gründen war dieser Raum geschlossen und nur von oben einzusehen.
Eindrücklich aber war die Vielzahl und mitunter die Rätselhaftigkeit der Ausstellungsstücke und ihre Einordnung in den Gesamtzusammenhang der Ausstellung. Darüberhinaus erlebten wir, wie ein unscheinbares Provinznest für diese Zeit von “schrägen Vögeln” aus vielen Ländern bevölkert wird und dadurch den Charakter einer Weltstadt bekommt.

fjf/kk