Archiv für den Monat: November 2012

e5e47af2d19f8893df91ffbe5e5ae3f5ImExerzitienhaus der Jesuiten in Hoheneichen b. Dresden fand die diesjährige Tagung der Seelsorge an Schulen in jesuitischer Trägerschaft bzw. Tradition im deutschsprachigen Raum statt. Geistliche und Laien aus Wien, Linz, Berlin, Bonn-Bad Godesberg, Büren b. Paderborn, Hamburg und St. Blasien treffen sich regelmäßig im November zu einem Austausch über Entwicklungen der Schulseelsorge an den jeweiligen Standorten. In diesem Jahr galt es von St. Benno zu lernen: Thematischer Schwerpunkt war die Vorstellung eines dort erprobten religiösen Projektes („Komm und sieh“) des St. Benno-Gymnasiums in Dresden, eine durch Besinnungstage und sechswöchige Exerzitien im Alltag vorbereitete Pilgerfahrt nach Assisi. Dazu gab es Gelegenheit mit dem pädagogischen Leiter von St. Benno, Herrn Jürgen Leide, sowie mit einigen beteiligten Schülern des Projektes vor Ort in einen Austausch zu treten. Beeindruckend, wie bereitwillig und reflektiert die Jugendlichen über ihre Erfahrungen Auskunft gaben. Gerade vor dem bewegten Hintergrund der Geschichte der Stadt ein hoffnungsvolles Zeichen die Frage nach Gott auch künftig wachzuhalten – so wie die beeindruckend wiederaufgebaute Frauenkirche ein kräftiges Ausrufezeichen darstellt.

Im nächsten November wird die Tagung voraussichtlich in Hamburg stattfinden – von St. Ansgar lernen…

J. Brinkmann

Ines Veith im SAS-Forum – „Zwangsadoption in der DDR“

40f1fdefe8866c60a7ce58d11035497eDie Journalistin Ines Veith – Autorin der Lebensgeschichte von Jutta Gallus – ist am 29. 11. 2012 zu Gast im SAS-Forum und hält einen kurzen Vortrag zum Thema „Zwangsadoption in der DDR“ mit anschließender Lesung. Die DDR ist ein sehr fernes und versunkenes Land für unsere SchülerInnen – das gesamte 3. Semester und eine zehnte Klasse nehmen an der Veranstaltung teil. Die Lebensbedingungen in diesem fernen Land sind jungen Leuten dieser Generation schwer nahe zu bringen. Die Lebensgeschichte der Jutta Gallus – nach vielen Gesprächen mit Jutta Gallus von Ines Veith vor Jahren zu einem Buch verarbeitet – diente als Vorlage für das ebenfalls von Ines Veith verfasste Drehbuch der ARD-Verfilmung „Die Frau vom Checkpoint Charly“ mit Veronica Ferres in der Hauptrolle. Die Ferres bekam dafür zum ersten Mal den Deutschen Fernsehpreis verliehen, so überzeugend verkörperte sie als Protagonistin die Ängste und Schmerzen der jungen Frau und zweifachen Mutter, die erlittene psychische Folter in DDR-Gefängnissen, die endlosen Diffamierungen; die Verfilmung wurde zum großen Erfolg, Millionen Zuschauer in Deutschland, Frankreich und vielen anderen Ländern Europas und in Übersee erfahren durch diesen Film etwas über die vielen Zwangsadoptionen in der DDR.

Jutta Gallus` Fluchtpläne – sie wollte in den siebziger Jahren über Jugoslawien mit ihren beiden minderjährigen Töchtern in die Bundesrepublik flüchten – wurden an die Stasi verraten. Nach vier Gefängnisjahren in der DDR, die sie als endlos empfand, wird sie schließlich von der Bundesregierung freigekauft. Über Jahre von den Kindern getrennt, unternimmt sie im Westen alles, damit ihre mittlerweile fast erwachsenen Töchter ihr in die Bundesrepublik folgen können. Die DDR-Behörden bleiben unnachgiebig. Schließlich nutzt sie die Öffentlichkeit während der Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE) in Helsinki, stürmt in einer Pause ans Mikrofon, die Body-Guards sind erstarrt; bevor sie reagieren, trägt sie der Weltöffentlichkeit ihr Schicksal vor, beruft sich auf die Menschenrechte, die auch die DDR-Regierung offiziell akzeptiert. Und hat Erfolg. Nach wenigen Tagen dürfen die Töchter ausreisen. Ein jahrelanger Kampf hat Erfolg.

Die ca. 60 Minuten dauernde Lesung der offenen, sympathischen und zugewandten Autorin berührt uns Lehrerinnen und Lehrer mehr als die Jugendlichen. Ines Veith versteht die Veranstaltung als Warnung vor den Gefahren einer Diktatur – egal welcher Couleur.

Die anschließende Diskussion gewinnt an Dynamik und Spannung, als wir uns – von der Auseinandersetzung mit der DDR-Diktatur ausgehend – der gegenwärtigen Situation mit ihren unzähligen Datensammlungen zuwenden. Glaubt doch ein erheblicher Teil der Diskutierenden, man könne die mediale Überwachung durch eine geschickte Anonymisierung austricksen. Und wie ist es mit einem übermächtigen Einfluss der Banken und Konzerne? Viele Fragen bleiben offen an diesem Vormittag, an dem sehr kontroverse Haltungen und Überzeugungen geäußert werden. Ein herzliches Dankeschön an Ines Veith. Und an die Konrad-Adenauer-Stiftung, die die Veranstaltung finanziert hat.

Helge F. Sturm | knud kamphues

Advent 2012

a45136448aba59d9fcb1369d25620d50Mit einer ganzen Reihe von Veranstaltungen begleitet die Sankt-Ansgar-Schule den Advent 2012:

freitags um 8 - adventliche Morgenandacht für Schüler und Lehrer in der Schulkapelle

mittwochs (5.12. und  19.12.) Gottesdienst

im Kerzenschein für Frühaufsteher
mit Jugendpfarrer Tobias Sellenschlo / Frater Simon Lochbrunner SJ
anschließend gemeinsames Frühstücken im KSJ-Keller
(Aushänge beachten)

Andachten von Schülern für Schüler in Mittagspausen
(Ankündigungen beachten)

Gottesdienste am 11.12.
(Bischofsmesse für die Abiturienten von NSG, SBS und SAS, gestaltet von SAS, um 8.30 Uhr in der evangelischen Hauptkirche St. Michaelis mit Weihbischof Dr. Jaschke) und

am 12.12.
um 9.00 Uhr  (Kl. 5-7 in St. Sophien mit Pater Markus Langer /
Kl. 8-11 einschl. VS in der Domkirche mit Jugendpfarrer Tobias Sellenschlo)