Archiv für den Monat: Dezember 2012

Wirtschaft, Verkehr und Innovation

Zu Besuch im Hamburger Rathaus – SchülerInnen der S1-Kurse PGW und Geschichte diskutieren mit Frank Horch

Susanne Meinecke – Pressesprecherin der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation – hat für uns am Donnerstagnachmittag den wunderschönen Phönixsaal im Hamburger Rathaus reserviert, eben jenen Raum, in dem Gunnar Uldall – Mitglied der CDU und einer der Vorgänger von Frank Horch (parteilos) – vor sieben Jahren Hans Smits empfing, den Chef des Rotterdamer Hafens. „Er (Gunnar Uldall, H.S.) sagte mir (Hans Smits, H. S.), dass Hamburg Rotterdam ja in den kommenden drei, vier Jahren beim Containerumschlag wohl überholen werde.“ (Zitiert nach Hamburger Abendblatt vom 1./2. Dezember, S. 33.) Heute trägt Rotterdam die Nase weit vorn, übertrifft Hamburg mit einem Güterumschlag von 435 Millionen Tonnen gegenüber 132 Mio. t, mit 33.700 gegenüber 10.100 Schiffsanläufen und beim Containerumschlag mit 12 Mio. TEU gegenüber 9 Millionen (Vgl. H.A., ebenda). Wir sind mitten im Thema – die SchülerInnen sind gut vorbereitet: Fragen nach der notwendigen Elbvertiefung, damit auch die Riesen-Containerschiffe der neuesten Generationen den Hamburger Hafen anlaufen können, Fragen nach einem Plan B, falls das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig die Elbvertiefung nicht genehmigen sollte, nach dem weiteren Ausbau des Hamburg-Airports, dem Weiterbau der Elbphilharmonie, dem ÖPNV etc. – Wir erleben einen sehr sympathischen, sehr aufgeräumten, äußerst kompetenten und freundlichen Hanseaten, der uns keine Antwort schuldig bleibt. Souverän, offen und optimistisch wirkt dieser Senator, der über große Wirtschaftsunternehmen und die Hamburger Handelskammer schließlich in die Politik gekommen ist. Geboren in Cuxhaven, kennt er die Ängste der Menschen hinter den Elbdeichen, ihre Ängste vor Sturmfluten und Deichbrüchen, erklärt uns, dass es nicht um ein Ausbaggern der Elbe, sondern um eine Fahrrinnenanpassung der Elbe gehe und es noch nie ein so umfassendes Planfeststellungsverfahren (mehr als 2000 Seiten) in Deutschland gegeben habe wie für diese Fahrrinnenanpassung. Susanne Meinecke – locker, lustig, humorvoll, absolut fit – mahnt: „Herr Senator, Sie müssen in die Bürgerschaft, Sie sind gleich an der Reihe…“. Blitzlichtgewitter, roter Teppich – er ist für die SchülerInnen der SAS extra noch einmal gesaugt worden, läuft jedem roten Läufer einer Berlinale den Rang ab.

Die jungen Leute lassen sich nicht aus der Ruhe bringen, der Senator erst recht nicht: „Ich muss erst alle Fragen beantworten!“ – In der Tat bleibt uns der Senator KEINE Antwort schuldig. Wir lernen viel: Wie man es verhindern kann, dass Hamburgs Hafen, von dem ca. 150.000 Arbeitsplätze abhängen, nicht vom Welt- zum Regionalhafen absteigt, über das Hamburger BIP, die Stärke der Hamburger Wirtschaft, die geniale Architektur der Elbphilharmonie. – „Der richtige Mann am richtigen Platz!“ Mit diesem Gefühl gehen wir später rüber in die Bürgerschaft, wo wir in der Senatsloge Platz nehmen dürfen.
Und noch eins: Herr Horch hat uns versprochen, im kommenden Jahr in die Sankt-Ansgar-Schule zu kommen. Das lassen wir uns nicht zweimal sagen.

Helge F. Sturm

Denken in globalen Zusammenhängen

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Am 4.12 verbrachten die Erstsemester des PGW-Profils VI mit Frau Dr. Meyer zu Natrup einen Tag im Haus Rissen und beschäftigten sich mit dem Syrienkonflikt. Das Haus Rissen ist ein traditionsreiches, von Parteien und Konfessionen unabhängiges Institut für Wirtschaft und Politik, das versucht unterschiedlichen Zielgruppen das Denken in globalen Zusammenhängen zu vermitteln. Der Tag wurde einem aktuellen Konflikt gewidmet, der die Welt seit über 20 Monaten beschäftigt. Aus friedlichen, politischen Aufständen in Syrien ist ein Bürgerkrieg entstanden, der die Sicherheit der ganzen Welt gefährdet. Ergebnis der Veranstaltung sollte es sein, den Schülern des 1. Semesters einen direkten Einblick in die Entscheidungsmechanismen unserer Demokratie zu ermöglichen.
Sie simulierten eine UN-Sicherheitsratssitzung. Ziel war es eine Resolution über den militärischen NATO Einsatz an der Syrisch-Türkischen Grenze zu verabschieden. Nachdem Frau Makdissi über den Konflikt in Syrien und die aktuelle Situation des Regimes, der Rebellen und der zivilen Bevölkerung informiert hatte, übernahmen die Schüler die Rollen ihrer favorisierten UN Sicherheitsratsmitgliederstaaten. Analog zu einer Sitzung in New York bekam jeder Staat 3 Minuten Redezeit um sich zu positionieren und seinen Vorschlag zur Wahrung der internationalen Sicherheit zu unterbreiten. Es folgte eine sehr kontroverse Diskussion, die erneut vergleichbar mit der Realität keine Einigung hervorbrachte, da jeder Staat in einem anderen Maße von der politischen Situation und deren Auswirkungen betroffen ist. Den Schülern wurde die Komplexität internationaler Konflikte bewusst und Schwierigkeiten demokratischer Entscheidungen visibel. Vielen Dank für eine höchst interessante aber auch sehr ernüchternde Erfahrung.

 

Annalina V. 

Goldrausch

191cf4c8a4296aa6742c6f6c064a5540Der Goldrausch von Charlie Chaplin – ein unvergesslicher Abend in der Laeiszhalle Passend zur Weihnachtszeit versammelten sich am vergangenen Mittwochabend, 12.12.2012 ca. 100 Schülerinnen und Schüler der SAS (9.-12. Klasse), um zusammen unter der Leitung von Herrn Joppich den „Goldrausch“ von und mit Charlie Chaplin in der Laeiszhalle nicht nur zu sehen, sondern auch zu hören, denn Chaplin hat auch die Filmmusik komponiert, die live zur Filmvorführung von den Hamburger Symphonikern unter der Leitung des Dirigenten Christian Schumann gespielt wurde.

Die Hamburger Symphoniker veranstalten seit Jahren in Hamburg Konzerte, in denen die bedeutendsten Filme der Stummfilmzeit vorgeführt und live vom Orchester begleitet werden. Auf Initiative von Herrn Joppich besuchen Schülergruppen der SAS regelmäßig diese Filmkonzerte.
Charlie Chaplin, der als Sir Charles Spencer Chaplin am 16. April 1889 in Walworth, England geboren und am 25. Dezember 1977 in Vevey, Schweiz verstorben ist, war ein britischer Komiker, Schauspieler, Regisseur, Komponist sowie Produzent. Er zählt zu den einflussreichsten Komikern des 20. Jahrhunderts und wurde vom American Film Institute auf den 10. Platz der größten amerikanischen Filmlegenden aller Zeiten gewählt. In seinem Film „Der Goldrausch“ spielt er seine bekannteste Rolle als „The Tramp“, ein verarmter Landstreicher mit den Manieren und der Würde eines Gentlemens, dem berühmten Chaplinbart, übergroßer Hose und Schuhen, einem Bambusstock in der Hand und einer Melone auf dem Kopf. Im Jahr 1898 steckt Alaska im Goldrausch und auch Charlie ist mittendrin auf der Suche nach Reichtum und Glück. Auf der Suche nach Gold gerät er in einen Schneesturm und flüchtet sich in die Hütte von Black Larsen, wohin es auch Big Jim verschlägt, der gerade Gold gefunden hat. Während Black Larsen auf Nahrungssuche ausgeschickt wird, bleiben die beiden anderen Männer in der Hütte zurück. Verrückt vor Hunger, glaubt Big Jim in Charlie immer wieder ein großes Huhn zu sehen. Doch weil Black Larsen nicht wiederkehrt, kocht Charlie aus Verzweiflung seinen eigenen Schuh, den er dann zusammen mit Big Jim verspeist. Als der Sturm nachlässt, irrt Charlie umher, beobachtet in einem Goldgräber-Dorf eine tanzende Gesellschaft und verliebt sich in die Sängerin Georgia. Als er schließlich zusammen mit Big Jim dessen Goldmine ausbeutet, werden beide reich und Charlie durch die Liebe Georgias belohnt. Durch Szenen, wie der berühmte Tanz der Brötchen oder die grotesk-komische Mahlzeit mit dem gekochten Stiefel, erheitert, verließen wir am Mittwochabend vom Witz und Charme des Charlie Chaplin angetan die Laeiszhalle und waren uns alle einig: es war wieder ein gelungener Abend im Filmkonzert. Es gilt daher ein besonderer Dank an die Fachschaft Musik sowie den Begleitern, ohne die ein Ausflug wie dieser nicht möglich wäre.
Natalie S., 10 B