Archiv für den Monat: März 2013

DAS ANSGAR CANDLELIGHT-DINNER

29022a69cb95fe7b8388cf3a1b6b39a1EIN KULINARISCHER ABEND MIT KNIGGE UND BEGLEITMUSIK IN EDLEM AMBIENTE für unsere Oberstufenschüler. Sie starten am Nachmittag mit einem 90 – minütigen Coaching zur Tischetikette. Hier werden Ihnen zeitgemäße Tischmanieren und gehobene Esskultur gezeigt, die Sie dann am Abend bei dem stilvollen Candlelight -Dinner gleich anwenden können. Zudem werden Ihnen die wichtigsten Regeln für Bewerbungsgespräche vermittelt – als Vorbereitung auf das Berufsleben. Etikette ist immer gefragt! Sie wird Ihnen später weiterhelfen und Ihnen Sicherheit geben. Denn für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance.

3-GÄNGE-MENÜ

Empfangscocktail | Lachsstreifen auf gemischtem Salat | Putenmedaillons auf Blattspinat mit Rahmsauce und Herzoginkartoffeln | Crème brûlée mit Früchten

Teilnahmepreis: 19,95 Euro (durch den großzügigen Zuschuss des Fördervereins möglich!)
Anmeldung bitte bis zum 28.02.2013 im Sekretariat abgeben.
Überweisung Ihres Beitrags bis zum 28.03.2013 auf das Sonderkonto Sankt Ansgar, Kto-Nr. 322 5477, Volksbank Elmshorn, BLZ 221 900 30 Festliche Kleidung erwünscht.

Mephisto

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Ein Besuch des 2. Semesters im Altonaer Theater am 27.03.2013 Exilliteratur ist ein Thema des schriftlichen Deutsch-Abiturs 2014. – Der Roman „Mephisto“ von Klaus Mann – er ist der älteste Sohn Thomas Manns und einer der bedeutendsten Autoren der deutschen Exilliteratur – ist 1936 in Amsterdam erschienen. Hendrik Höfgen – ein hochtalentierter, charakterloser und überangepasster Schauspieler und Regisseur – steht im Mittelpunkt des Romans. Er trägt unbestreitbar die Züge des Schauspielers Gustaf Gründgens, der mit Erika Mann, Klaus’ älterer Schwester, kurz verheiratet war und während der Zeit der nationalsozialistischen Diktatur eng mit Spitzen des Regimes vertraut war.

Anfang dieses Jahres wird auf der Bühne das Altonaer Theaters die Fassung von Helen Edmundson uraufgeführt – in der deutschen Übersetzung von Ulrike Engelbrecht und Michael Bogdanov, der auch Regie führt. Die SchülerInnen der SAS empfinden die fast dreistündige Aufführung mehrheitlich als interessant, spannend, informativ, kurzweilig, aufklärend. Dazu trägt zum einen die intelligente Umsetzung des komplexen, schwierigen Romanstoffes ins Bühnengenre bei: Eine Inszenierung mit „hohem Tempo“, sehr schneller Szenenfolge und revueartigen musikalischen Einsprengseln und ein originelles Bühnenbild fesseln die ZuschauerInnen. Besonders beeindruckt die schauspielerische Leistung des dreizehnköpfigen Ensembles: Marcus Böhm verkörpert einen intriganten, selbstgerechten, eitlen und egoistischen Hendrik Höfgen, der am Ende der Weimarer Republik den Linksintellektuellen gibt und ein revolutionäres Theater protegieren möchte, es dann umso mehr genießt, sich in Nazi-Deutschland dem Ministerpräsidenten, gespielt von Josef Tratnik – hier ist Herrmann Göring historische Vorlage – und seiner Geliebten Lotte Lindenthal (gespielt von Astrid Köhler) anzudienen, ihre Nähe zu genießen, „bei Hofe“ zu agieren. Es gelingt den Mitwirkenden, einen Eindruck von der Brutalität der grausamen, menschenverachtenden, mörderischen Diktatur zu vermitteln. Die Gesamtleistung des Ensembles beeindruckt: u. a. Uwe Serafin als Theaterdirektor und Geheimrat Bruckner, Herbert Schöbel als Propagandaminister und als Willie Böck, Dayan Kodua als Domina Juliette Martin, die eine der dunklen und im Nazi-Reich verbotenen Seiten Höfgens „bedient“.

Der Roman und die Theateraufführung bzw. der Autor Klaus Mann nehmen die Geschichte der darauf folgenden Jahre mit erschütternder Weitsichtigkeit und gleichsam vorhersehend voraus. – Gustav Gründgens kam nach Kriegsende kurzfristig in sowjetische Haft, spielte ab 1946 wieder und wurde zum gefeierten Hamburger Theaterstar, zum Intendanten des Deutschen Schauspielhauses und zum gefeierten Filmstar der fünfziger und frühen sechziger Jahre.

Helge F. Sturm | knud kamphues

Als der Altbau der Neubau war

eca9f56998a2b14c90db68c1395e0dfbHeute vor 60 Jahren, am 25. März 1953, bezog die SAS das Schulgebäude an der Bürgerweide in Borgfelde. Zu diesem Anlass fand eine kleine Feier statt, zu der drei Ansgarschüler der ersten Stunde eingeladen waren. Sie wussten viele interessante Dinge zu berichten. Die SAS war 1946 als katholische Jungenschule in St.Georg gegründet worden. Im Hungerwinter 1946/47 mussten die Schüler Kohlen mitbringen, um es etwas warm zu haben. 1950 erfolgte der Umzug in die Schule Lämmersieth nach Barmbek. Jeder Schüler transportierte einen Teil der Ausstattung. Sogar das Skelett der Biosammlung fuhr mit der Straßenbahn nach Barmbek! Ab Ostern 1953 hatte die SAS endlich ein eigenes Gebäude, einen schmucken Neubau auf den Grundmauern der 1943 zerstörten Volksschule Bürgerweide. Hier wurde nicht nur unterrichtet, sondern im zweiten und dritten Stock wohnten damals die Jesuitenpatres und mehrere Familien! Auf dem heutigen Schulhof stand bis 1971 eine alte Turnhalle, die den Krieg überlebt hatte. Sie war dunkel und spärlich ausgestattet. Es gab jedoch einen größeren Bestand an Boxhandschuhen, der in der ersten Zeit häufiger zum Einsatz kam. „Hör jetzt endlich auf zu bluten!“ ist ein bis heute gern zitierter Ausruf eines damaligen Sportlehrers. Lehrer und Schüler der 10.Klassen bedanken sich bei unseren Gästen für eine spannende Geschichtsstunde, mit der sie uns ihre Schulzeit lebendig werden ließen: Herrn Max Machaczek und Herrn Pastor Rembert Panther (Abi 1954) und Herrn Konrad Pfuff (Abi 1957 und bis 1999 Lehrer an der SAS).
Richard Lutz / Andreas Oettel