Archiv für den Monat: August 2013

Die Römer kommen

Römertag13Am  vergangenen Samstag veranstaltete die  Arbeitsgemeinschaft Elternräte und Freunde der Humanistischen Gymnasien Hamburg, zu denen neben Christianeum, Hansa-Gymnasium, Johanneum, Matthias-Claudius-Gymnasium und  Wilhelm-Gymnasium auch die Sankt-Ansgar-Schule gehört, am Wilhelm-Gymnasium  ein großes Fest. Dieser sogenannte “Römertag” findet alle zwei Jahre statt und bietet viel Programm zum Mitmachen, Zuhören und Zuschauen, Essen und Trinken.

Das gesamte Programm entnehmen Sie hier dem Flyer.

 

kk

Elternchorproben

Elternchor2Der Elternchor der Sankt-Ansgar-Schule startet in dieser Woche unter der Leitung von Brigitte Willscher mit den Proben zum Adventskonzert .

Probenbeginn: Mittwoch, 28. August 19.15 Uhr in der Sankt-Ansgar-Schule

Neue Chormitglieder sind herzlich willkommen

Borgfelde damals und heute

Bildschirmfoto 2013-09-10 um 21.01.35Ein Projekt der Sankt-Ansgar-Schule im Juni 2013

Im Juli 1943 fielen große Teile Hamburgs den schrecklichen Bombenangriffen der „Operation Gomorrha“ zum Opfer, darunter auch fast der gesamte Stadtteil Borgfelde. Zu Ostern 1953 bezog die katholische Sankt-Ansgar-Schule ihr erstes eigenes Gebäude an der Bürgerweide. Dieser Neubau wurde auf den Kellergewölben der zerstörten Volksschule Bürgerweide errichtet.

Der doppelte Jahrestag war Anlass für ein besonderes Projekt in der Woche vor den Sommerferien. 15 historisch interessierte Schüler aus 8. und 9. Klassen beschäftigten sich eine Woche lang mit Vergangenheit und Gegenwart der näheren Umgebung der Sankt-Ansgar-Schule. Es ging dabei einerseits um die Ereignisse und Erlebnisse in den Bombennächten, die uns u.a. von drei Zeitzeugen sehr eindrucksvoll geschildert wurden, andererseits um die Veränderungen in der näheren Umgebung unserer Schule.

Borgfelde war einer der am stärksten zerstörten Stadtteile Hamburgs. 1939 lebten hier 25.000 Einwohner, 1945 nur noch 66 und heute rund 8000. Das untersuchte Gebiet hat als Eckpunkte die Schnellbahnstationen Berliner Tor, Wartenau, Landwehr und Burgstraße; es schließt also die Teile Borgfeldes südlich der Borgfelder Straße aus und dafür einige Bereiche von Hohenfelde nördlich der Bahn ein.

Der relativ kleine Stadtteil Borgfelde wies vor der Zerstörung mehrere Bereiche mit unterschiedlicher Baustruktur auf: Im Westen gab es ältere Häuser, in denen viele Arbeiter wohnten. Im mittleren Teil (Burggarten und Alfredstraße) dominierten Stadtvillen mit Vor- und Hintergärten, von denen einige erhalten geblieben sind. Östlich davon schlossen sich bürgerliche Wohngebiete mit schmucken, stuckverzierten Gründerzeitmietshäusern an; hiervon ist kein einziges mehr übrig. Ein besonderes Merkmal waren die vielen großen Schulen, Krankenhäuser und Stiftsgebäude zwischen Bürgerweide und Angerstraße, die bis heute den Stadtteil prägen.

 

Beim Wiederaufbau in den 1950er Jahren wurde auf eine einheitliche, aufgelockerte Bebauung wertgelegt, um großflächige Brände wie beim Feuersturm künftig zu verhindern. Die Aufbauhäuser können vom Charme her bei weitem nicht mit der alten Bebauung konkurrieren, aber der Stadtteil ist wesentlich grüner geworden – so grün, dass man an vielen Stellen heute im Sommer die Häuser vor lauter Bäumen nicht mehr sieht…

Eine eigens hierzu erstelle Broschüre, die in der Sankt-Ansgar-Schule erworben werden kann, enthält 36 Gegenüberstellungen alter und heutiger Ansichten. Die genaue Lokalisierung der historischen Aufnahmen war teilweise recht schwierig, eine 1:5000-Karte aus dem Jahre 1929 leistete hier gute Dienste. Wir danken dem Landesbetrieb Geoinformation und Vermessung für die Freigabe des Kartenmaterials. Die alten Bilder stammen alle aus der Sammlung Lutz, die heutigen Gegenstücke wurden von den Schülern angefertigt.

Hamburg-Borgfelde, im Juli 2013     Richard Lutz