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Wenn Pop und Klassik aufeinander treffen

041ea19d1a5c1f7225ba40927df81aedMusikcocktail Nummer 1 Die Stimmung war gut; es war warm, stickig und die Menge gespannt. Hinter der Bühne wurden die letzten Vorbereitungen getroffen und alle möglichen Sänger und Instrumentalisten wuselten durcheinander, da einer seine Noten suchte und der andere seine Gruppe. Aber so sieht es jedes Jahr aus. Und wie jedes Jahr ist der Musikcocktail in der Laeiszhalle ein Erfolg und wird vom Schulleiter gepriesen.
Doch vor dieser Rede passiert das eigentlich Wichtige. Die Musik spielte an diesem Abend die Hauptrolle. Zuerst sang der männliche Teil des Großen Chores den Song “Klassenfahrt” von den Wise Guys, um die Stimmung nochmal anzuheizen. Danach wurde kurz getauscht: die Männerstimmen gingen von der Bühne und der Chor der 5. Klassen hatte seinen Auftritt. Mit dem “Urwaldsong” erweckten sie manche Erinnerungen, denn dieses Lied ist seit Generationen schon fest im Repertoire der Schule etabliert.
Das Vororchester überraschte mit seinen Tanzeinlagen zu passender Streichermusik, die keine Wünsche offen ließ. Nach diesem Instrumentalbeitrag folgte nun wieder ein Chor, nämlich der Chor der 6. und 7. Klassen. Dieses Jahr waren es (fast ausschließlich) aktuelle Pop-Hits, die eine Dynamik ausstrahlten, die seines Gleichen sucht. “Dynamite”, “Just The Way You Are”, “So What” und “Thriller”, durch eine spritzige Choreographie großen Anklang. Die Songs wurden souverän begleitet von Ksenia Stroiakovski und Max Bartels.
Nachdem nun die “Kleinen” ihren Auftritt hatten, begann nun der Teil, wo Freunde und Eltern der SAS aufeinander trafen und ein “Twenties Medley” zum Besten gaben. Auch der Große Chor, die Perle von Frau Willscher, der Chorleiterin, wollte sein eingeübtes “Grease”-Medley den Zuschauern präsentieren. Mit Marcel Pscherywatz, der trotz Verletzung an der Cajon saß, und Gerrit Netzlaff am Klavier wurde es zur einem schwungvollen Ereignis.
Um den etwas erhitzten Gesichter ein wenig Kühlung zu gönnen, gab es nach einer gefüllten ersten Hälfte eine kurze Pause. Währenddessen gab es auf der Bühne einen großen Umbau. Nun war das Orchester an der Reihe. Mit Vivaldi und seinem Konzert für zwei Violoncelli, dessen Soli von Milena Holthöfer und Josefa Röncke brillant gespielt wurden, begann nun die zweite Hälfte des abendlichen Programms. Darauffolgend stellte noch ein Cellist, Konrad Fuger, sein Können unter Beweis und verzauberte alle mit einem gefühlvollem Konzert von Luigi Boccherini.
Auf dem Programmzettel stand nun der Auftritt des Cello-Bass-Ensemble an. “Probier’s mal mit Gemütlichkeit”, “Streetball” und dem allgemein bekannten “Tetris” waren sehr gelungen. Doch nun zum Höhepunkt dieses Abends. Gerrit Netzlaff komponierte eigens für dieses Konzert ein Stück Orchesterliteratur mit dem Namen “Abschied”. Gewidmet war dies dem Dirigenten Herrn Hamborg und dem Orchester der Sankt-Ansgar-Schule und dies spürte man in jedem Ton. Griegs “Morgenstimmung” und “Halle des Bergkönigs” aus der “Peer Gynt Suite” sorgten für Gänsehaut und einen musikalischen Hochgenuss.
Der Musikteil dieses Musikcocktail war damit beendet, doch es war noch nicht das Ende dieses Events. Herr Stolze hielt seine alljährliche Rede und sprach Bewunderung aus, dass Frau Willscher und Herr Hamborg es wieder mal geschafft hatten, so etwas Wunderbares auf die Beine zu stellen. Danach waren aber wieder die Musiker an der Reihe, doch diesmal nicht, um noch mehr Musik zu machen, sondern um den jeweiligen Lehrer zu würdigen und für die gemeinsame Zeit zu danken. Natürlich mussten auch die Abiturienten verabschiedet werden. Mit Schokolade und einer kleinen Rede, bedankte sich das Orchester bei ihren Abiturienten und es war ein großartiger Moment. Nun, da alle Blumen verteilt waren, ging der Abend zu Ende.
Er war voller wunderbarer Kunst und Liebe zur Musik und das wird hoffentlich auch immer so bleiben. Der Musikcocktail Nummer 1, wo Pop und Klassik eine Einheit bilden.

Nancy Huynh | Knud Kamphues