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Englisch gut, Austausch gut

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Rundum gelungen: der dritte Schüleraustausch der Sankt-Ansgar-Schule mit dem Biskupské gymnázium in Brno/Tschechien  Hamburg, 13.5.2012, 8.28 Uhr. Erst in letzter Sekunde und auf Drängen des verwunderten Zugbegleiters besteigen die dreizehn tschechischen Austauschschüler und ihre zwei begleitenden Lehrkräfte den Zug nach Brno (Brünn), obwohl sie zuvor eine halbe Stunde zum Abschiednehmen hatten. „Die wären gern noch hier geblieben“, stellt eine deutsche Gastmutter zufrieden fest. Tatsächlich war die dritte Auflage des aus einem Comenius-Projekt hervorgegangenen, neuntägigen Schüleraustauschs mit dem Bigy (Biskupské gymnázium) ein voller Erfolg, sowohl im Miteinander der Schüler wie in der Begegnung mit der Kultur eines europäischen Nachbarn wie im Einsatz des Kommunikationsmittels Englisch.

Am 5. Mai war die sechzehnköpfige deutsche Gruppe per Bahn nach Brno aufgebrochen, das nach 11 Stunden erreicht wurde. Der herzliche Empfang durch Partnerschüler und Gasteltern zerstreute alle Bedenken, ob man sich auch gut verständigen können würde. Nach drei Tagen Brünn und Bigy ging es gemeinsam zurück ins etwas kühlere Norddeutschland. Ein äußerst dichtes Programm sorgte für rechtschaffene Müdigkeit, verschaffte aber auch etliche neue Eindrücke und Erlebnisse: Ansichten aus der zweitgrößten Stadt Tschechiens wie Krautmarkt, Mumiengruft des Kapuzinerklosters, Peter-Paul-Dom samt Turmbesteigung und viele andere Sehenswürdigkeiten; Klettern im Hochseilgarten; Erforschung der Tropfsteinhöhlen von Blansko; Besuch der Gastschulen; Ausblick vom Großen Michel; Eintauchen ins Hafengeburtstagsgewimmel, Hafenrundfahrt, U-Bootbesichtigung, Rathaus-Führung etc. etc. – am Ende hatte so mancher nicht bloß eine fremde Stadt, sondern auch die eigene neu entdeckt. Hinzu kamen die in Eigenregie der Gasteltern und Schüler organisierten späten Nachmittage und Abende, die genügend Gelegenheit boten, die lingua franca unserer globalisierten Welt in voller Aktion zu erleben. Vielleicht klangen das eigene Englisch wie auch das der Gäste nicht immer nach purem Queen’s English, doch die Notwendigkeit und das Vergnügen sich auszutauschen gaben einen gewaltigen Motivationsschub, der weit in die kommenden Schuljahre reichen dürfte. Dass auch das Gegenüber kein Muttersprachler war, senkte die Hemmschwellen schnell und so wurden auch die Vorsichtigen zu „risk taking learners“, denen das Sprachenlernen leichter fällt.

Natürlich gab es gelegentlich Schwierigkeiten zu überwinden, doch dank des Engagements der Eltern, Schüler und begleitenden Lehrer, dank der minutiösen Vorbereitung und der Landeskenntnisse des Tschien-Liebhabers Herrn Lutz dürfte auch dieser Austausch eine gute Langzeitwirkung haben – aus beiden vorangegangenen Reisen haben sich deutsch-tschechische Schülerfreundschaften bis heute erhalten. Dekuji, danke, thank you; Ende gut, alles gut.

A. Goletz-de Ruffray (begleitende Lehrkraft)

 

Chile 2011

1fbeaae35c0ce65e44321d18633493c6Es ist der 28.05.2011. Angespannt sitzen wir am Airport Hamburg und warten auf unser Flugzeug. Zunächst hatten wir sehr gemischte Gefühle. Auf der einen Seite freuten wir uns auf Chile, endlich unsere Austauschschülerinnen kennen zu lernen mit denen wir vor Monaten schon Kontakt aufgenommen hatten und bei Facebook bzw. Skype geredet hatten. Auf der anderen Seite hatten wir ein mulmiges Gefühl was uns erwarten wird. Der Abschied war besonders schwer, doch dann ging alles ganz schnell: Tickets holen, Check-in, Gepäckabgabe und schon sitzen wir im Flugzeug. Als wir schließlich in Chile ankamen, waren wir sehr aufgeregt endlich unsere Familien zu treffen bei denen wir 2 1/2 Monate verbringen sollten. Wir wurden sehr freundlich empfangen. Im Laufe des Tages hatten wir dann genug Zeit auszupacken und uns mit unseren Familienmitgliedern zu unterhalten und zu essen. Die Familien waren uns von Anfang an sehr symphatisch. Dann konnten wir das Wochenende erstmal mit unserer Gastfamilie verbringen bis dann der erste Schultag in Chile bevorstand.
Am Montagmorgen waren wir aufgeregt, wie die anderen uns aufnehmen werden, doch in der Klasse aufgenommen, begrüßten uns alle freundlich und stellten uns vor. . Bei den Unterrichtsfächern konnte man sich kaum beteiligen außer den Fächern Deutsch, Englisch und Mathe. Aber man konnte mit Absprache mit unserer Ansprechpartnerin Fr. Labra auch für ein paar Stunden in die Bibliothek oder ins Casino, so wie dort die Kantine genannt wird. Nach 3 Wochen Unterricht hatten wir 3 Wochen Sozialpraktikum in einem der größten Altersheime in Chile. Mit der Kommunikation war es manchmal schwer, da dort keiner Deutsch sprach. Doch alles in einem war es interessant zu sehen wie unterschiedlich man in Südamerika und Europa lebt. In der Anfangszeit mussten unsere Austauschpartner sehr viel lernen und somit konnten wir uns unter den Deutschen treffen oder mit anderen Chilenen. Meistens sind wir zur Mall (Einkaufszentrum) oder ins Zentrum gefahren. Ein viel besuchter Ort waren auch die „Ferias“ in denen typische Souverniers und jeglicher Schnickschnack für Freunde und Verwandte verkauft werden. An der Nordentour haben wir leider nicht teilgenommen, was wir im Nachhinein ziemlich bereut haben, da alle anderen davon sehr geschwärmt haben. Aber Fr. Labra hat uns sonst auch noch einen Ausflug organisiert, zu einem Ort der „Isla Negra“ heißt an den wir mit allen Deutschen in einem Bus dort hingefahren sind um ein Museum am Meer zu besuchen. Das Meer muss man mal gesehen haben, denn es ist nicht mit der Nordsee zu vergleichen. Alle schwärmen auch vom Sommer in Chile. Hier gibt es tatsächlich fast jedes Wochenende irgendeinen Geburtstag zu feiern oder einfach aus Lust und Laune eine Party zu organisieren, die meistens in den Häusern von Freunden stattfindet. Die Eltern sind meistens dabei, und halten sich im Haus auf, falls ein Notfall eintrifft oder schauen vorbei, ob alles in Ordnung ist. Die Schule in Chile ist sehr organisiert und hat einen riesigen Sportplatz, ein Schwimmbad und ein Basketballfeld. In der Deutschen Schule Valparaíso ist Schuluniform Pflicht, sowie Höflichkeit und Engagement. Im Großen und Ganzen, haben wir den Aufenthalt in Chile sehr genossen und würden jeder Zeit wieder zurückfahren.

Viktoria, Katerina, Dominique

Mailand

01824d50f620a543c9e2411b37fce2f2Wieder mal eine grandiose Zeit, die unsere Schüler in den Gastfamilien hatten – volles Programm (aber auch Shoppen, Fußballspielen und Mitfiebern mit dem AC Milan) dazu bestes Wetter. Tausend Dank an alle, die uns so herzlich aufgenommen haben.

MG